Zeiss streicht bis zu 1.000 Jobs – trotz Investitionen in Innovation und Wachstum
Vladimir DöhnZeiss streicht bis zu 1.000 Jobs – trotz Investitionen in Innovation und Wachstum
Technologiekonzern Zeiss kündigt Streichung von bis zu 1.000 Stellen weltweit an
Der deutsche Technologiekonzern Zeiss hat Pläne bekannt gegeben, in den nächsten drei Jahren bis zu 1.000 Arbeitsplätze weltweit abzubauen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund nachlassender Marktbedingungen und eines Rückgangs der Umsätze um 5,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026. Um die Rentabilität zu steigern und das künftige Wachstum zu sichern, sind nun Umstrukturierungsmaßnahmen im Gange.
Die Stellenstreichungen sind Teil eines umfassenden Restrukturierungsprogramms, das die Ertragskraft stärken und die Kosten senken soll. Zeiss wird bestimmte Geschäftsbereiche in Länder mit niedrigeren Lohnkosten verlagern und die Beschaffungsprozesse straffen. Zudem werden Produkte mit geringen Gewinnmargen schrittweise aus dem Portfolio genommen.
Die Tochtergesellschaft Carl Zeiss Meditec treibt die Veränderungen voran, die voraussichtlich bis zu 150 Millionen Euro kosten werden. Besonders die Sparten Ophthalmologie und chirurgische Mikroskope haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schlechter abgeschnitten. Trotz der Einschnitte plant das Unternehmen, die eingesparten Mittel in Innovation und langfristiges Wachstum zu reinvestieren.
Die Unternehmensführung betont, dass die Umstrukturierung dazu beitragen werde, die Geschäfte angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu stabilisieren. Im Fokus stehe es, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und sich gleichzeitig an veränderte Marktanforderungen anzupassen.
Bis 2029 sollen weltweit bis zu 1.000 Stellen abgebaut werden. Zeiss strebt eine schlankere Kostenstruktur an, will aber weiterhin in Forschung und Entwicklung investieren. Das Unternehmen erwartet, durch diese Maßnahmen seine Position in der Technologiebranche nachhaltig zu stärken.






