Wolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot, zwei schwer verletzt – Schäfer fordert Konsequenzen
Hiltrud JockelWolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot, zwei schwer verletzt – Schäfer fordert Konsequenzen
Schäfer in Thüringen findet sechs tote und zwei schwer verletzte Schafe – Wolfsangriff vermutet
Am Sonntagmorgen entdeckte ein Schäfer in Thüringen sechs tote Mutterschafe und zwei schwer verletzte Tiere. Die Familie Specht vermutet, dass Wölfe für den Angriff verantwortlich sind.
Der Oberhirte Egon Specht fand die verletzten und toten Tiere frühmorgens in seiner Herde. Die Schafe wiesen tiefe Bisswunden auf, was sofort den Verdacht auf einen Wolfsangriff lenkte. Vor Ort wurden Proben gesichert, um die Ursache zu bestätigen.
Die Familie meldete den Vorfall dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer dem dortigen Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse. Sie gehen davon aus, dass mehr als ein Wolf beteiligt gewesen sein könnte. Unterdessen benötigten die verletzten Mutterschafe dringend tierärztliche Versorgung – damit steigt die Zahl der betroffenen Tiere auf acht.
Ortliche Schäfer betonen seit Langem die Bedeutung der Schafzucht für die Offenhaltung der Landschaft in der Rhön. Nun fordern viele Tierhalter in Thüringen klarere rechtliche Regelungen für den Umgang mit Wölfen, die wiederholt Nutztiere reißen.
Der Angriff hat der Familie Specht erhebliche wirtschaftliche Schäden zugefügt. Die Behörden werden die entnommenen Proben untersuchen, um zu klären, ob tatsächlich Wölfe die Verantwortung tragen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte der Fall die wachsenden Forderungen nach strengeren Wolfsmanagement-Strategien in der Region weiter anheizen.






