Wohnungsbau in Deutschland kämpft mit Lieferengpässen und schwindender Nachfrage
Vladimir DöhnWohnungsbau in Deutschland kämpft mit Lieferengpässen und schwindender Nachfrage
Deutschlands Wohnungsbau steht vor wachsenden Herausforderungen, da Lieferengpässe zunehmen und die Zukunftsaussichten düsterer werden. Zwar bleibt die aktuelle Geschäftslage weitgehend stabil, doch Unternehmen melden zunehmend Störungen bei der Materialbelieferung.
Im April litten 9,2 Prozent der befragten Firmen unter Lieferknappheiten, vor allem bei Rohstoffen. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den etwa 1 Prozent der vergangenen zwei Jahre. Gleichzeitig kämpft fast die Hälfte der Betriebe (44 Prozent) weiterhin mit zu geringen Auftragseingängen.
Die Stornierungsrate für Projekte blieb mit 10,8 Prozent unverändert. Dennoch hat sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftstätigkeit verschlechtert – ein weiteres Warnsignal. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen, nannte geopolitische Unsicherheiten als zentralen Grund für den Vertrauensverlust in der Branche.
Die Prognosen für den Wohnungsbau in Deutschland haben sich spürbar eingetrübt. Angesichts verschärfter Lieferkettenprobleme und nachlassender Nachfrage bereiten sich die Unternehmen auf schwierigere Zeiten vor. Ob der Sektor stabil bleibt, hängt nun davon ab, wie schnell sich diese Belastungen abschwächen.






