29 June 2026, 12:35

Wohnungsbau in Deutschland bleibt trotz mehr Baugenehmigungen schwach

Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau

Wohnungsbau in Deutschland bleibt trotz mehr Baugenehmigungen schwach

Deutschlands Wohnungsbau bleibt schwach – trotz leichtem Anstieg der Baugenehmigungen

Die Bauwirtschaft in Deutschland kommt trotz eines jüngsten Anstiegs der Baugenehmigungen nicht in Fahrt. Die Branche kämpft mit massiven Herausforderungen: Hohe Kosten und Zinsen bremsen private Wohnbauprojekte aus.

Ein Zuwachs von zehn Prozent bei den Baugenehmigungen hat bisher kaum Impulse für die tatsächliche Bautätigkeit gebracht. Hohe Zinsen und explodierende Materialpreise schrecken private Bauherren weiterhin ab. Auch Investitionen in öffentliche Infrastruktur, Gewerbeimmobilien und Bürogebäude sind stark zurückgegangen.

Der Zementverbrauch ist auf den niedrigsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gesunken. Aktuelle Zahlen zeigen einen Rückgang um 30 Prozent im Vergleich zu 2020. Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials, spricht von einer „voll ausgeprägten Rezession“ im Baustoffsektor.

Die Bundesregierung hat zwar Mittel für Infrastrukturprojekte freigegeben, um die Branche zu beleben – doch bisher zeigen diese noch keine spürbare Wirkung. Die bereitgestellten Gelder sollen erst in der zweiten Jahreshälfte zu einer Belebung der Bautätigkeit führen.

Die deutsche Bauwirtschaft leidet unter schwacher Nachfrage und rückläufigem Materialverbrauch. Die staatlichen Fördergelder könnten die Talfahrt bald abmildern, doch ein Effekt bleibt bisher aus. Die Branche hofft auf erste Anzeichen einer Erholung im Laufe des Jahres 2024.

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