09 June 2026, 08:18

Wirtschaftsgipfel ohne Mittelstand löst scharfe Kritik aus

Präsident des BVMW Ahlhaus: Kleine und mittlere Unternehmen fühlen sich bei Wirtschaftsrunde im Kanzleramt übergangen

Wirtschaftsgipfel ohne Mittelstand löst scharfe Kritik aus

Spitzentreffen in der Kanzlei löst scharfe Kritik der Wirtschaft aus

Ein hochrangiger Wirtschaftsgipfel im Bundeskanzleramt hat bei Unternehmensvertretern heftige Kritik ausgelöst. Vertreter des deutschen Mittelstands werfen der Regierung vor, sie von dem wichtigsten Treffen dieser Legislaturperiode ausgeschlossen zu haben. Die Ausgrenzung kommt zu einer Zeit, in der kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Stagnation, schwachen Investitionen und wachsender Unsicherheit kämpfen.

Der von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Villa Borsig geleitete Gipfel hat bei wichtigen Wirtschaftsverbänden Frust ausgelöst. Christoph Ahlhaus, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Mittlere Wirtschaft (BVMW), kritisierte scharf den Regierungsansatz und warnte, dass es keine weiteren Absprachen geben dürfe, die die Realität kleiner und mittlerer Betriebe ignorierten.

Gemeinsam mit zehn weiteren Branchenverbänden unterzeichnete der BVMW eine Erklärung, in der die enge Ausrichtung des Treffens bemängelt wird. Die Verbände argumentieren, dass die Veranstaltung die vielfältige Wirtschaftslandschaft Deutschlands nicht abbilde – eine Landschaft, die maßgeblich vom Mittelstand geprägt wird. Viele ihrer langjährigen Forderungen, etwa nach Bürokratieabbau und flexibleren Arbeitsgesetzen, blieben weiterhin unerfüllt.

Die Unterzeichner betonen die Notwendigkeit eines offenen, realitätsnahen Dialogs, der den Mittelstand einbezieht. Ohne dessen Mitwirkung befürchten sie, dass politische Entscheidungen die Herausforderungen der wirtschaftlichen tragenden Säule übersehen könnten.

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Der Gipfel findet ohne breite Beteiligung des Mittelstands statt. Wirtschaftsführer fordern weiterhin eine inklusivere Herangehensweise an die Wirtschaftspolitik. Ihre Kritik unterstreicht die Kluft zwischen den Regierungsdebatten und den täglichen Kämpfen kleiner und mittlerer Unternehmen.

Quelle