Wie Thomas Hartmann seit 30 Jahren die Solarenergie in Deutschland prägt
Hiltrud JockelWie Thomas Hartmann seit 30 Jahren die Solarenergie in Deutschland prägt
Thomas Hartmann setzt sich seit fast drei Jahrzehnten für die Verbreitung von Solarenergie in Deutschland ein. Seine Laufbahn begann 1994 mit Großbestellungen für solarthermische Anlagen – lange bevor erneuerbare Energien zum Mainstream wurden. Heute reicht sein Wirken von kleinen Wohnprojekten bis hin zu großen Gemeinschaftsinstallationen und prägt so die lokale Energiepraxis.
Im April 1995 gründete Hartmann sein erstes Unternehmen, Energie & Natur. Bis zum Jahr 2000 erweiterte er sein Angebot um Photovoltaik und installierte eine 4,5-Kilowatt-Anlage auf einem Haus in Rottenburg. Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit Gerhard Weiße den Bund der Solareinkaufsgenossenschaften, der 2006 in Bund der Solarpartner umbenannt wurde.
Zu seinen frühen Projekten zählte eine 24-Kilowatt-Solaranlage an der Grundschule Rottenburg-Oberndorf – die erste gemeinschaftlich getragene Solarinitiative des Landkreises. Als 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft trat, organisierte Hartmann monatliche "Solar-Spaziergänge", um verschiedene erneuerbare Systeme vorzustellen. Die Veranstaltungen zogen Aufmerksamkeit auf sich, darunter einen Besuch der damaligen Bundesjustizministerin Hertha Däubler-Gmelin, die gemeinsam mit Wirtschaftsminister Werner Müller die Solarprojekte in Oberndorf besichtigte.
Bis 2006 errichtete Hartmann das Sonnenzentrum in Oberndorf, ein multifunktionales Gebäude mit Produktion für Solarkollektoren, Büros, einer Wohnung und einem Café. Sein Team wuchs von fünf Mitarbeitenden im Jahr 2000 auf bis zu 15 während des Branchenbooms und umfasst heute zehn Personen. 2023 kehrte er in Däubler-Gmelins Haus zurück – diesmal, um eine Photovoltaikanlage zu installieren, die ihre bestehende solarthermische Anlage ergänzt.
Hartmanns Arbeit erstreckt sich über fast 30 Jahre – von frühen solarthermischen Bestellungen bis hin zu groß angelegten Gemeinschaftsprojekten. Seine Anlagen, wie das Sonnenzentrum oder die Schulsysteme, sind noch immer in Betrieb, und seine monatlichen Führungen werben weiterhin für erneuerbare Energien. Das Unternehmen gilt heute als langjähriges Beispiel für die lokale Solarnutzung in Deutschland.






