24 June 2026, 08:17

Vom Krieg in die Luft: Wie eine Ukrainerin in Koblenz die Pole-Dance-Szene revolutioniert

Dieser Sport hat immer mehr Fans in Koblenz

Vom Krieg in die Luft: Wie eine Ukrainerin in Koblenz die Pole-Dance-Szene revolutioniert

Tatiana Ostrovska, eine 30-jährige ukrainische Physiotherapeutin, unterrichtet heute Pole Dance in Koblenz. 2022 floh sie nach Beginn des Krieges aus der Ukraine und ließ sich in der Stadt nieder – mit kaum Kenntnissen der Landessprache oder der Gegend. Trotz der Herausforderungen hat sie eine blühende Gemeinschaft um diesen Sport aufgebaut.

Ostrovska kam mit geringen Deutschkenntnissen nach Koblenz, fand aber schnell Anschluss – dank der Geduld ihrer ersten Schülerinnen und Schüler. Während sie ihre Leidenschaft für Pole Dance teilte, verbesserte sie gleichzeitig ihre Sprachfähigkeiten. 2024 übernahm sie das Polefamily-Studio in Koblenz, wo sie Trainings anbietet und Sonderveranstaltungen organisiert. Später eröffnete sie ein zweites Studio im Stadtteil Lützel.

Ihre Kurse ziehen eine bunte Mischung an: von Fünfjährigen bis zu Erwachsenen, darunter auch Männer. Diese Vielfalt hilft, gängige Klischees über Pole Dance zu widerlegen. Ostrovska setzt auf Humor, um Vorurteile abzubauen, und sieht Diskriminierung als Chance für Dialoge.

In der Ukraine gilt Pole Dance bereits als anspruchsvolle Sportart, die Kraft und Koordination des gesamten Körpers erfordert. Nun plant Ostrovska, ihr Angebot auszubauen – mit einem eigenen Raum für Luftakrobatik.

Ihr Weg von der Ukraine nach Koblenz hat eine wachsende Pole-Dance-Community hervorgebracht. Ihre Studios stehen Menschen jeden Alters und Hintergrunds offen und brechen so Barrieren um den Sport ab. Mit ihrem neuen Luftakrobatik-Projekt wirbt sie weiter für dessen athletischen und inklusiven Charakter.

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