SWEG plant radikale Umstrukturierung mit 500 drohenden Entlassungen bis Jahresende
Hans-Herbert ReinhardtSWEG plant radikale Umstrukturierung mit 500 drohenden Entlassungen bis Jahresende
Bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) stehen tiefgreifende Veränderungen an: Das Unternehmen plant eine umfassende Umstrukturierung seiner Geschäftsbereiche. Bis Ende des Jahres könnten rund 500 Mitarbeiter von Entlassungen betroffen sein, zudem sollen einige Standorte geschlossen oder verringert werden.
Die SWEG beabsichtigt, Personal abzubauen und Teile der Operations in neu gegründete Tochtergesellschaften auszugliedern. Betroffene Arbeitnehmer müssen sich gegebenenfalls auf Stellen in diesen neuen Firmen neu bewerben. Zu den betroffenen Standorten zählen unter anderem Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg.
Die Gewerkschaft Ver.di hat darauf reagiert und fordert einen Sozialplan im Rahmen der Tarifverhandlungen sowie eine Überbrückungsentgeltregelung. Ziel ist es, die Beschäftigten während der Umstrukturierung abzusichern. Gleichzeitig warnt Ver.di davor, dass aktive Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsratsvertreter bei künftigen Einstellungen benachteiligt werden könnten.
Im Zuge der Neuordnung drohen Fahrern der Verlust tarifflicher Mitbestimmungsrechte sowie betrieblicher Altersvorsorgeleistungen. Da es keine entsprechenden Vereinbarungen gibt, sind Ver.dis Forderungen nicht an eine Friedenspflicht gebunden.
Die Umstrukturierung könnte zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten und Veränderungen der Beschäftigungsbedingungen führen. Ver.di setzt sich für Schutzmaßnahmen ein, um die betroffenen Mitarbeiter zu unterstützen. Der Prozess soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden.






