10 April 2026, 12:21

Streit um neues Filmfördergesetz: Kann Deutschland mit acht Prozent mithalten?

Deutsches Auslandsdarlehen-Zertifikat aus dem Jahr 1924 mit einem Porträt einer Frau, bedruckt mit Text und numerischer Bezeichnung.

Streit um neues Filmfördergesetz: Kann Deutschland mit acht Prozent mithalten?

Die deutsche Koalitionsregierung hat sich auf die Weiterverfolgung eines neuen Gesetzesvorhabens verständigt, das die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Filmbranche stärken soll. Der Entwurf sieht Investitionsverpflichtungen und Steueranreize vor, um die internationale Position Deutschlands zu verbessern. Doch bereits jetzt sorgen Verzögerungen und Streit über zentrale Regelungen für Diskussionen.

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Der Reformdruck entsteht vor dem Hintergrund des Erfolgs anderer Länder wie Frankreich, wo bereits eine 20-prozentige Investitionsquote für den Filmsektor gilt. Der deutsche Vorschlag setzt mit acht Prozent eine niedrigere Schwelle an – Kritiker halten dies jedoch für unzureichend, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Verbindliche Zusagen und klare Durchsetzungsmechanismen gelten als entscheidend, damit das Gesetz tatsächlich Wirkung entfaltet.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht wegen seiner Umsetzung der Strategie in der Kritik; einige werfen ihm vor, wertvolle Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen. Dennoch konzentriert sich die Koalition nun darauf, das Gesetzgebungsverfahren zu beschleunigen, um Filmemachern und Produzenten dringend benötigte Planungssicherheit zu geben.

Ein zentraler Streitpunkt bleiben die Regelungen zur Rechteverteilung sowie eine umstrittene Opt-out-Klausel. Sven Lehmann, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien, hat diese Punkte als mögliche Hindernisse benannt. Die Regierung betont unterdessen, dass ein wirksames Steuerfördermodell entscheidend sei, um Deutschlands Standing auf dem internationalen Filmmarkt zu verbessern.

Ziel der neuen Regelungen ist es, ein stabileres und wettbewerbsfähigeres Umfeld für die deutsche Filmindustrie zu schaffen. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, führt es eine Investitionsquote von acht Prozent sowie strengere Compliance-Vorgaben ein. Ob die Reformen greifen, hängt letztlich davon ab, wie konsequent die Maßnahmen umgesetzt und durchgesetzt werden.

Quelle