28 June 2026, 00:19

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan fehlt

Former SPD-Landtagsabgeordneter Ernst Martin Walsken präsentiert Konzept für Solingens Innenstadt

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan fehlt

Solingens Innenstadt steht vor einem schleichenden, aber stetigen Niedergang. Leerstehende Läden, ein mangelndes Angebot an hochwertigen Waren sowie begrenzte Gastronomie- und Freizeitmöglichkeiten belasten die wirtschaftliche Lage des Viertels. Viele Ursachen – vom Online-Handel bis zur Abwanderung von Dienstleistungen in größere Städte – liegen dabei außerhalb des lokalen Einflussbereichs.

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Die Verschlechterung der Solinger Innenstadt vollzieht sich seit Jahren. Zwar haben kommunale Entscheidungsträger mit Projekten wie der Glasernen Werkstatt gegengesteuert, doch fehlt es an einem umfassenden Gesamtkonzept.

Walsken plädiert dafür, die Belebung des Gebiets mit einer langfristigen Strategieänderung anzugehen. Ein ganzheitlicher Masterplan für den gesamten Rings um die Innenstadt sollte Städtebau, Kultur, Klima, Verkehr und soziale Bedürfnisse abdecken. Auch die umliegenden Bereiche wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße und das Werwolf-Viertel müssten einbezogen werden.

Um eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerung anzuziehen, schlägt Walsken konkrete Maßnahmen vor: eine bessere Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit lokalen Start-ups, mehr Studentenwohnheimplätze sowie Beratungsangebote zur Digitalisierung. Bürgerbeteiligung und externe Expertise gelten dabei als unverzichtbar für die Ausgestaltung des Plans.

Die Zukunft der Innenstadt hängt von einem kohärenten Gesamtansatz ab. Ein detaillierter Masterplan, der sowohl das Zentrum als auch seine Randbereiche berücksichtigt, könnte den Niedergang umkehren. Ohne ihn droht das Viertel weiter an Attraktivität zu verlieren – zugunsten größerer Städte und digitaler Alternativen.

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