Schneider warnt: Hitze und Wassermangel bedrohen Deutschlands Wirtschaft
Hiltrud JockelSchneider warnt: Hitze und Wassermangel bedrohen Deutschlands Wirtschaft
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat vor den schwerwiegenden wirtschaftlichen Risiken steigender Temperaturen gewarnt. Besonders besorgniserregend sei die Wasserverfügbarkeit, da Dürren und sinkende Grundwasserstände in ganz Deutschland die Geschäftsaktivitäten gefährden könnten.
Schneider betonte, dass viele Unternehmen auf eine zuverlässige Wasserversorgung angewiesen seien. Rückläufige Grundwasserreserven könnten künftige Investitionen abschrecken – vor allem in Branchen mit hohem Wasserbedarf. Gleichzeitig sei das Bewusstsein für diese Risiken in der Wirtschaft noch immer gering.
Finanzinstitute wie die Bundesbank und Versicherungen haben bereits reagiert: Sie beziehen Naturgefahren zunehmend in ihre Risikobewertungen und Kreditentscheidungen ein. Dies setzt Unternehmen unter Druck, systematischere Risikoanalysen durchzuführen.
Der Minister unterstrich, dass die gesellschaftliche Akzeptanz der Wasserverfügbarkeit entscheidend für die wirtschaftliche Stabilität sei. Unternehmen könnten künftig stärker dazu angehalten werden, wasserbezogene Risiken besser zu bewerten und zu steuern. Der Trend spiegelt die wachsende Sorge um die Klimafolgen für Industrie und Infrastruktur wider.
