08 June 2026, 06:14

Scharfe Kritik an geplanten Kürzungen beim Bundeswohnungsgeld von einer Milliarde Euro

Parit├Ątsverband: Wohngeld-Kürzungen treiben Menschen in Armut

Scharfe Kritik an geplanten Kürzungen beim Bundeswohnungsgeld von einer Milliarde Euro

Pläne zur Kürzung von Bundeswohnungsgeld um eine Milliarde Euro stoßen auf scharfe Kritik. Experten warnen, dass die Maßnahme über eine Million Haushalte hart treffen werde, während sie kaum etwas zur Entlastung der Staatsausgaben beitrage. Die vorgeschlagenen Einschnitte kommen zu einer Zeit, in der viele einkommensschwache Familien bereits mit explodierenden Mieten zu kämpfen haben.

Kritiker argumentieren, dass die Streichung von Wohngeld noch mehr Menschen in die Grundsicherung drängen werde. Dadurch könnten die durch die Kürzungen erzielten Einsparungen wieder zunichtegemacht werden. Besonders betroffen wären Regionen, in denen das Armutsrisiko ohnehin schon hoch ist – was die Auswirkungen noch verschärft.

Die Wohnungsbauexpertin Katja Rock wirft der Politik vor, Mieter nicht ausreichend vor den stark steigenden Mieten zu schützen. Sie betont, dass die Kosten für Wohngeld aufgrund lascher Mietpreisbremse und steigender Immobilienpreise angestiegen seien. Statt die Hilfen zu kürzen, schlägt sie vor, die Mieten zu senken – das wäre ein wirksamerer Weg, um die Ausgaben zu reduzieren.

Viele gefährdete Haushalte geben bereits fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus. Gleichzeitig schütten große Wohnungsunternehmen bis zu 200 Euro pro Wohnung an Aktionäre aus – teilweise finanziert durch steuergeldgestützte Sozialleistungen. Rock bezeichnet die geplanten Kürzungen als symbolisch, aber verheerend für diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

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Die Reduzierung des Wohngelds um eine Milliarde Euro hätte kaum spürbare Auswirkungen auf den Staatshaushalt. Doch für über eine Million Haushalte könnten die Folgen gravierend sein. Ohne strengere Mietpreiskontrollen wird sich die finanzielle Belastung einkommensschwacher Mieter voraussichtlich weiter verschärfen.

Quelle