Sabotage an der Rheintalbahn: Unbekannte legen Betonplatten auf ICE-Gleise
Vladimir DöhnSabotage an der Rheintalbahn: Unbekannte legen Betonplatten auf ICE-Gleise
Bundespolizei ermittelt nach mutmaßlicher Sabotage an der Rheintalbahn bei Willstätt
Unbekannte Täter hatten Betonplatten und ein Kabel auf den Gleisen platziert, sodass ein ICE-Zug in den frühen Morgenstunden des 5. April darüber hinwegfuhr. Der Vorfall führte zu sofortigen Behinderungen im Bahnverkehr.
Der Angriff ereignete sich gegen 5:41 Uhr, als ein Hochgeschwindigkeitszug der Baureihe ICE auf die Betonteile traf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde zudem ein Kabel durchtrennt, das die Schranken eines Bahnübergangs steuert – diese blieben daraufhin dauerhaft geschlossen. Während der Reparaturarbeiten musste der Zugverkehr vorübergehend eingestellt werden, was zu kleineren Verspätungen für Fahrgäste führte.
Bei dem Vorfall handelt es sich nicht um einen Einzelfall. In den vergangenen fünf Jahren gab es auf deutschen Schienen wiederholt Sabotageakte, insbesondere in westdeutschen Regionen. Zwischen 2022 und 2024 kam es in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu mehreren Brandanschlägen auf Stellwerkanlagen. Auch Niedersachsen, darunter der Bereich Apensen, verzeichnete ähnliche Störungen. Die Deutsche Bahn hat allein 20 bis 30 solche Vorfälle dokumentiert, wobei 2024 ein spürbarer Anstieg zu verzeichnen ist.
Die Behörden prüfen derzeit noch das volle Ausmaß der Schäden. Die Bundespolizeiinspektion Offenburg steht für Medienanfragen zur Verfügung und leitet die laufenden Ermittlungen.
Die gezielte Platzierung von Hindernissen auf den Gleisen stellt eine erhebliche Gefahr für die Bahnsicherheit dar. Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck daran, die Verantwortlichen für den jüngsten Vorfall zu identifizieren. Unterdessen überwacht die Deutsche Bahn weiterhin die breitere Welle von Sabotageakten, die wichtige Strecken betrifft.






