Revolution in der optischen Kommunikation: 14 Millionen Euro für bahnbrechendes EU-Projekt
Hans-Herbert ReinhardtRevolution in der optischen Kommunikation: 14 Millionen Euro für bahnbrechendes EU-Projekt
Ein neues Forschungsprojekt will die optische Kommunikation revolutionieren, indem es Systeme schneller und energieeffizienter macht. Die Initiative ATHENS, gefördert vom Europäischen Forschungsrat (ERC), erforscht fortschrittliche Materialien und hybride Technologien, um die Datenübertragungsraten zu steigern – ohne den Energieverbrauch zu erhöhen.
Der ERC hat ATHENS einen sechsjährigen Förderbescheid über 14 Millionen Euro bewilligt. Das Projekt gehört zu den 57 Synergy Grants, die in der Förderrunde 2024 ausgewählt wurden. Deutschland ist an 34 dieser Vorhaben beteiligt.
Im Mittelpunkt von ATHENS steht die effizientere Umwandlung elektronischer Signale in optische Signale. Die Forscher:innen werden organische Materialien testen, die sich mit bestimmten Eigenschaften simulieren und synthetisieren lassen. Zudem setzen sie auf einen hybriden Ansatz, bei dem Silizium mit anderen Stoffen kombiniert wird.
Ein zweiter Ansatz sieht vor, siliziumphotonische Chips mit zusätzlichen Materialplattformen zu verknüpfen. Ein Teil der Arbeiten findet am Karlsruher Zentrum für Optik und Photonik (KCOP) statt, das 2025 seine Pforten öffnen soll.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Transceivern, die höhere Datenübertragungsraten erreichen, dabei aber nicht mehr – oder sogar weniger – Energie verbrauchen als aktuelle Modelle. Bei Erfolg könnten die Ergebnisse den Weg ebnen für leistungsfähigere und nachhaltigere optische Kommunikationssysteme der Zukunft.






