Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Vladimir DöhnRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Recaro Automotive, ein bekannter Hersteller von Hochleistungs-Autositzen, hat in Deutschland Insolvenz angemeldet. Der Schritt kommt für die 215 Mitarbeiter überraschend, die zuvor nicht informiert wurden. Die Zukunft des Unternehmens bleibt nach der Anmeldung beim Amtsgericht Esslingen ungewiss.
Recaro Automotive war ursprünglich 2011 von Johnson Controls übernommen worden. Dieses Unternehmen firmierte später, ab 2016, als Adient. 2020 verkaufte Adient die Sparte an Raven Acquisitions, eine private Investmentfirma mit Sitz in Detroit.
Von der Insolvenz betroffen ist ausschließlich Recaro Automotive; andere Bereiche der größeren Recaro-Gruppe bleiben davon unberührt. Das Unternehmen ist vor allem für die Herstellung spezieller Sitze bekannt, darunter die optional erhältlichen Sportsitze mit hoher Rückenlehne im Ford Mustang Dark Horse.
Die Gewerkschaft IG Metall betonte, dass alle möglichen Optionen geprüft werden müssten, um Arbeitsplätze zu sichern. Sie setzt sich für eine nachhaltige Lösung ein, um die Zukunft der 215 Beschäftigten am Standort Kirchheim unter Teck zu sichern.
Die nächsten Schritte für Recaro Automotive sind noch unklar. Die Insolvenzanmeldung markiert eine bedeutende Wende für ein Unternehmen mit langer Tradition im Bereich Autositze. Mitarbeiter und Gewerkschaftsvertreter warten nun auf weitere Entwicklungen.






