26 June 2026, 20:13

Pistorius setzt auf Freiwillige – doch die Bundeswehr kämpft mit Kostenexplosionen und Personalmangel

Pistorius sieht weiterhin keinen Bedarf für die Einberufung

Pistorius setzt auf Freiwillige – doch die Bundeswehr kämpft mit Kostenexplosionen und Personalmangel

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat seine Unterstützung für das Freiwilligenprinzip bei der Rekrutierung von Soldaten bekräftigt. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit – trotz jüngster Rückschläge bei gemeinsamen Rüstungsprojekten. Die Regierung beobachtet weiterhin das Wachstum und die sich wandelnden Bedürfnisse der Bundeswehr.

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Pistorius äußerte sich kürzlich zu mehreren zentralen Verteidigungsthemen. So gerät das Fregatten-Projekt F126 für die Marine zunehmend in die Kritik, nachdem interne Prüfungen ergaben, dass die Gesamtkosten mittlerweile über 18 Milliarden Euro liegen. Parallel wurde ein Runden Tisch eingerichtet, um Lieferketten abzusichern und Engpässe in kritischen Bereichen zu verhindern.

Der Minister schloss eine Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht aus – selbst angesichts des aktuellen Personalmangels. Eine bedarfsgerechte Auswahlmusterung stehe ebenfalls nicht zur Debatte. Stattdessen setze man weiterhin auf die freiwillige Rekrutierung von Soldaten.

Pistorius hob zudem die Notwendigkeit hervor, das Know-how der Automobilindustrie für die Rüstungsproduktion zu nutzen. Moderne Militärstärke hänge entscheidend von fortschrittlicher Technologie und dem großflächigen, kosteneffizienten Einsatz von Drohnen ab, so der Minister.

Sollten sich die Rekrutierungslücken in Zukunft weiter vergrößern, werde das Verteidigungsministerium gegensteuern. Eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht sei jedoch kein Thema. Der Fokus bleibe auf dem Freiwilligendienst, technologischer Innovation und strategischen Industriepartnerschaften.

Quelle