30 April 2026, 16:42

Osnabrücker Karneval bricht mit Tradition: Erstes Prinzenpaar aus zwei Männern gekürt

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei der Pride Parade 2018 mit einer Regenbogenfahne und Musikinstrumenten, umgeben von Laternenmasten, Bäumen, Hütten und einem bewölkten Himmel.

Osnabrücker Karneval bricht mit Tradition: Erstes Prinzenpaar aus zwei Männern gekürt

Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat das Osnabrücker Karnevalskomitee ein Prinzenpaar gekürt, das aus zwei Prinzen besteht. Die Entscheidung markiert einen neuen Abschnitt für das Fest – einer der Prinzen ist zudem der erste Träger eines ausländischen Passes in dieser Rolle. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter begrüßte den Wandel als "Zeichen der Zeit".

Das Komitee brach mit der Tradition, indem es statt der üblichen Prinzessin-und-Prinz-Konstellation zwei Prinzen auswählte. Einer von ihnen, Prinz Yut I, wurde in Thailand geboren und ist der erste Amtsträger mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Seine Herkunft verleiht dem Fest mit seinen langjährigen Bräuchen eine frische Note.

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Oberbürgermeisterin Katharina Pötter äußerte sich begeistert über die Entscheidung. Sie nannte sie ein "wunderschönes Symbol für den Karneval" und betonte, dass selbst in schwierigen Zeiten Menschen zusammenkommen können, um zu feiern. Zudem unterstrich sie, dass die Wahl die Freiheit jedes Einzelnen widerspiegelt, sich so zu zeigen, wie man ist.

Pötter fügte hinzu, es hätte keinen passenderen Moment geben können, um ein solches Paar vorzustellen. Ihre Worte machten die Tragweite des Schrittes deutlich und verbanden ihn mit den größeren Themen Vielfalt und moderne Werte.

Die Ernennung zweier Prinzen – darunter einer mit internationalen Wurzeln – setzt einen neuen Präzedenzfall für den Osnabrücker Karneval. Das Fest wird nun mit einem Prinzenpaar gefeiert, das sowohl Tradition als auch Wandel verkörpert. Pötters Aussagen deuten darauf hin, dass diese Entscheidung als ein bedeutender Schritt für die Gemeinschaft in Erinnerung bleiben wird.

Quelle