30 April 2026, 08:25

Operetten-Boom beim 10. Nachwuchswettbewerb – doch der Große Preis bleibt leer

Plakat für das Moskauer Theaterfest 1935 mit einer Person vor einem Vorhang

Operetten-Boom beim 10. Nachwuchswettbewerb – doch der Große Preis bleibt leer

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller ohne Großen Preis zu Ende gegangen

Zum ersten Mal in seiner Geschichte überflügelten beim 10. Internationalen Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller die Operettenbeiträge die Musicals – mit 56 Einreichungen gegenüber 50. Teilnehmer aus ganz Russland sowie aus Minsk und Taschkent folgten dem Aufruf.

Über hundert Bewerbungen gingen aus Städten des gesamten Landes sowie aus Belarus und Usbekistan ein. Unter den Wettbewerbern befanden sich auch Studierende von Musikakademien, die zwar traditionell in klassischen Formen ausgebildet werden, sich aber zunehmend in Operette und Musicaltheater profilieren.

Der Wettbewerb hat sich im Laufe der Jahre gewandelt: Während in früheren Auflagen oft das Musical im Vordergrund stand, rückte diesmal die Operette in den Mittelpunkt. Jurymitglied Georgi Isaakjan lobte die hohe Qualität der Aufführungen und die wachsende Rolle junger Künstler bei der Wiederbelebung des Genres. Moderne Interpretationen – etwa Heldinnen mit Gewehren oder in Cowboy-Kostümen – verleihen den Produktionen frischen Schwung.

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Kein Auftritt stach jedoch so sehr hervor, dass der Große Preis vergeben werden konnte. Stattdessen vergab die Jury eine ungewöhnlich große Anzahl an Auszeichnungen, darunter Sonderpreise, die an legendäre Persönlichkeiten des Fachs erinnern. Maxim Isaakowitsch betonte, dass nicht jeder Teilnehmer gleichermaßen herausragend sein könne – es bedürfe eines genauen Hörens, um echtes Talent zu erkennen.

Beim Abschlussgala-Konzert traten die Finalisten gemeinsam mit etablierten Stars des Musicaltheaters auf. Die Veranstaltung wurde in ganz Russland übertragen und erreichte so ein breites Publikum.

Der Wettbewerb endete mit einem Fokus auf die Renaissance der Operette und die Einbindung junger Talente. Zwar blieb der Große Preis unvergeben, doch die erweiterte Liste der Preisträger spiegelte die wachsende Vielfalt des Events wider. Die Teilnahme von Studierenden klassischer Akademien deutet zudem auf einen Wandel hin: Immer mehr Nachwuchskünstler entdecken leichtere musikalische Formen für sich.

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