Old Texas Town in Spandau droht das Aus – Streit um Westernpark eskaliert
Vladimir DöhnOld Texas Town in Spandau droht das Aus – Streit um Westernpark eskaliert
Verhandlungen über die Zukunft von Old Texas Town gescheitert – Westernpark in Berlins Bezirk Spandau vor ungewisser Zukunft
Die Gespräche über die Zukunft von Old Texas Town, einem Western-Themenpark im Berliner Bezirk Spandau, sind gescheitert. Der Streit dreht sich um den Eigentümer des Geländes, die Firma Dr. Aldinger & Fischer, und das örtliche Bezirksamt. Eine Einigung blieb aus, sodass die Zukunft des Parks weiter in der Schwebe hängt.
Ausgangspunkt der Verhandlungen war die geplante Entwicklung des Grundstücks an der Paulsternstraße. Der Eigentümer hatte eine fünfjährige Übergangsphase vorgeschlagen, doch das Bezirksamt lehnte dies ab. Stattdessen unterbreitete es ein längerfristiges Angebot – zunächst mit einer Laufzeit von zwölf Jahren, später reduziert auf acht Jahre.
Derzeit nutzt der Verein Old Texas Town e. V. das Gelände, doch sein Pachtvertrag ist bereits abgelaufen. Während der Eigentümer mittelfristig eine gewerbliche Nutzung anstrebt, besteht das Bezirksamt darauf, dass der gültige Bebauungsplan eine solche nicht zulässt. Eine Änderung der Planungsvorgaben zugunsten einer kommerziellen Nutzung komme nicht infrage, hieß es seitens der Behörde.
Der Eigentümer wiederum lehnte eine Verlängerung der Duldsfrist über fünf Jahre hinaus ab. Nach dem Scheitern der Gespräche wies das Bezirksamt Vorwürfe zurück, es untergrabe die Rechtssicherheit. Vielmehr müssten Planungsregeln für alle gleichermaßen gelten, argumentierte die Behörde. Ohne Lösung in Sicht steht dem Verein nun eine Räumungsklage bevor.
Da die Verhandlungen gescheitert sind, könnte Old Texas Town den Standort verlassen müssen. Während das Bezirksamt an den geltenden Bebauungsvorschriften festhält, pocht der Eigentümer auf eine gewerbliche Entwicklung. Der Räumungsprozess wird nun ohne eine einvernehmliche Regelung weiterverfolgt.






