Nordkurier Mediengruppe liefert Zeitungen künftig abends statt morgens aus
Vladimir DöhnNordkurier Mediengruppe liefert Zeitungen künftig abends statt morgens aus
Die Nordkurier Mediengruppe stellt die Zustellung ihrer Zeitungen um: Künftig erhalten Leser die gedruckten Ausgaben abends statt morgens. Hintergrund sind steigende Kosten und sinkende Verkaufszahlen, die die frühere Lieferung unwirtschaftlich machen.
Das Unternehmen gibt vier Tageszeitungen heraus: den Nordkurier, die Schweriner Volkszeitung, die Schwäbische Zeitung und den Zollern-Alb-Kurier. Mit dem neuen System erscheint die Printausgabe von Dienstag bis Sonntag – also siebenmal pro Woche statt wie bisher sechsmal. Die digitale Version wird weiterhin täglich aktualisiert.
Die Abendzustellung umfasst künftig mehr als nur Zeitungen. Die Gruppe baut ein eigenes Logistiknetz auf, das auch Pakete, Lebensmittel, Medikamente und Briefe transportieren soll. Der Paketdienst Hermes hat sich bereits als Kunde für das erweiterte Angebot verpflichtet.
Erste Pilotprojekte in ausgewählten Regionen verliefen vielversprechend. Die vollständige Umstellung soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Verlage, die keine ähnlichen Anpassungen vornehmen, könnten langfristig in ihren Regionen nur noch digitale Ausgaben oder gedruckte Abendzeitungen anbieten.
Ziel der Umstellung ist es, Kosten zu senken und die gedruckten Zeitungen zukunftsfähig zu halten. Gleichzeitig könnten die Abendlieferungen durch erweiterte Logistikdienstleistungen neue Einnahmequellen erschließen. Die erste Phase des Projekts läuft bereits – und die ersten Tests waren erfolgreich.






