Niedersachsen diskutiert den 8. März als offiziellen Feiertag
Hans-Herbert ReinhardtNiedersachsen diskutiert den 8. März als offiziellen Feiertag
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, den 8. März, den Internationalen Frauentag, zu einem offiziellen Feiertag zu erklären. Die Initiative stößt auf breite öffentliche Unterstützung – eine Petition hat bereits über 5.000 Unterschriften gesammelt. Das Bundesland hat derzeit mit nur zehn Tagen die wenigsten gesetzlichen Feiertage in ganz Deutschland.
Den Anstoß für den neuen Feiertag gab ein Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft Verdi und dem Landesfrauenrat. Sie argumentieren, der 8. März würde regelmäßig an die Themen Gleichberechtigung, politische Teilhabe und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erinnern.
Der Petitionsausschuss hat nun beschlossen, den Vorschlag dem niedersächsischen Landtag zur Abstimmung vorzulegen. Sollte dieser zustimmen, müsste anschließend ein offizieller Antrag von einer Fraktion eingebracht werden, damit das Vorhaben Gesetz wird. Parallel prüft das Innenministerium die Anregung.
Eine Delegation plant, während der nächsten Plenarsitzung vor dem Landtag in Hannover für den Feiertag zu demonstrieren. Einige Wirtschaftsverbände äußern jedoch Bedenken wegen der möglichen wirtschaftlichen Folgen eines zusätzlichen freien Tages.
Die Initiative hat mit der Überweisung an den Landtag die erste Hürde genommen. Die Befürworter werden weiter für die Umsetzung werben. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob eine Fraktion den notwendigen Antrag einreicht und die Abgeordneten ihm zustimmen.
