05 April 2026, 00:23

Neues Lademodell Banula revolutioniert Stromabrechnung für E-Autos in Deutschland

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgeben-der Infrastruktur, Grünflächen und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

Neues Lademodell Banula revolutioniert Stromabrechnung für E-Autos in Deutschland

An der Niederlassung von OLI Systems in Harthausen ist eine neue öffentliche Ladestation in Betrieb gegangen, die von Amperfied bereitgestellt wird. Dies stellt einen weiteren Fortschritt für das Forschungsprojekt Banula dar, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Laden von Elektrofahrzeugen in ganz Deutschland zu vereinfachen. Im Rahmen der Initiative können Autofahrer nun bundesweit an öffentlichen Ladesäulen ihre eigenen Stromverträge nutzen.

Das Banula-Projekt, das vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO koordiniert wird, erprobt ein neues Abrechnungsmodell für das Laden von Elektroautos. Anders als beim herkömmlichen Roaming ermöglicht das sogenannte Durchleitungsmodell Fahrern, an jeder Ladestation zu laden und dabei ihren persönlichen Stromtarif anzuwenden. Dabei werden die Kosten in eine Nutzungsgebühr für die Infrastruktur und eine präzise Messung des individuellen Stromverbrauchs aufgeteilt.

Die deutsche Bundesregierung hat das Modell bereits für Ausschreibungen im Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw übernommen. Nach einer ersten Pilotphase im Netzgebiet von TransnetBW wurde Banula nun auf das Gebiet eines zweiten Übertragungsnetzbetreibers ausgeweitet. Drei der vier großen deutschen Netzbetreiber – 50Hertz, Amprion und TransnetBW – haben das System bereits eingeführt oder getestet, während Tennet bisher noch nicht gefolgt ist.

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Das Fraunhofer IAO bestätigte kürzlich, dass das Modell nun an ausgewählten öffentlichen Ladestationen funktionsfähig ist. Daniel Stetter vom Institut betonte die Notwendigkeit einer flächendeckenden Einführung und argumentierte, dass ein breiterer Zugang Fahrern helfen würde, die Ladekosten zu senken. An dem Projekt sind sieben weitere Partner aus Industrie und Wissenschaft beteiligt, die daran arbeiten, die Skalierbarkeit des Systems zu optimieren.

Das Banula-Projekt wächst weiter, und die neueste Ladestation auf dem Gelände von OLI Systems demonstriert die praktische Anwendung. Je mehr Netzbetreiber das Durchleitungsmodell übernehmen, desto flexibler können Fahrer laden – und dabei von ihren bestehenden Stromverträgen profitieren. Die nächste Phase hängt von einer weiteren Expansion und der Unterstützung durch die Regulierungsbehörden ab.

Quelle