03 May 2026, 08:27

Neuer Chef für Mycare: Roland Helle übernimmt Wittenberger Online-Apotheke in schwierigen Zeiten

Apotheker in weißem Kittel mit einer Flasche in der Hand, der mit einem Kunden in einer Apotheke spricht.

Neuer Chef für Mycare: Roland Helle übernimmt Wittenberger Online-Apotheke in schwierigen Zeiten

Roland Helle hat nach dem Tod des Gründers Christian Buse die Leitung der Wittenberger Online-Apotheke Mycare übernommen. Der Wechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem verschärfte Vorschriften die Kosten für Versandapotheken in ganz Deutschland in die Höhe treiben.

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Helle, ein ehemaliger Mitarbeiter von Mycare, ist nun gemeinsam mit drei regionalen Apotheken an dem Unternehmen beteiligt. Mycare wurde 2001 von den Brüdern Christian und Matthias Buse gegründet. Nach dem Tod von Christian Buse führte zunächst seine Frau Yvonne die Apotheke kommissarisch, bevor sie in den Vorstand des Homecare-Bereichs wechselte.

Helle arbeitete erstmals von 2009 bis 2013 bei Mycare und leitete dort die pharmazeutische Abteilung. Später war er an der Entwicklung des deutschen E-Rezept-Systems und der elektronischen Patientenakte bei der Gematik beteiligt. 2020 stieg er als Chefarzt bei Aponeo ein, bevor er Anfang 2022 Geschäftsführer von Atida Plus wurde.

Zur Apothekengruppe gehören nun die Robert-Koch-Apotheke in Wittenberg, die Galenos-Apotheke im Kaufland-Center sowie die Kreisel-Apotheke im Gesundheitszentrum der Stadt. Aktuelle Änderungen der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) haben strengere Regeln für den Versand von Medikamenten eingeführt, darunter zertifizierte Verpackungen, elektronische Temperaturüberwachung und eine lückenlose Prozessdokumentation.

Helle hatte bereits zuvor gewarnt, dass die neuen Auflagen die Betriebskosten für Versandapotheken wie Mycare deutlich erhöhen werden. Die Übernahme sichert die Zukunft von Mycare unter Helles Führung, der seine Erfahrung im Bereich digitaler Apothekendienstleistungen mit dem bestehenden lokalen Netzwerk verbindet. Die verschärften Versandvorschriften zwingen das Unternehmen jedoch, sich in den kommenden Monaten an die höheren Compliance-Kosten anzupassen.

Quelle