Nachfolgeplanung im Mittelstand: Warum Deutschland Milliarden verliert
Hans-Herbert ReinhardtNachfolgeplanung im Mittelstand: Warum Deutschland Milliarden verliert
Eine neue Studie der Unternehmensberatung BWS Consultants zeigt, dass mangelnde Nachfolgeplanung die deutsche Wirtschaft jährlich Milliarden kostet. Die Untersuchung belegt, wie weitreichend die Schäden durch gescheiterte Führungswechsel in mittelständischen Unternehmen sind.
Für die Studie wurden 100 deutsche Mittelständler analysiert. Demnach sind Familienkonflikte die häufigste Ursache für gescheiterte Nachfolgen – sie machen 43 Prozent der Fälle aus. Eng gefolgt von der Weigerung der bisherigen Führungskraft, zurückzutreten, die in 33 Prozent der Fälle zum Problem wird.
Betriebswirtschaftliche Herausforderungen sind für 29 Prozent der gescheiterten Übergaben verantwortlich. In 35 Prozent der Fälle führt der plötzliche Krankheitsfall oder Tod der Führungsperson zu Chaos, weil keine Vorsorge getroffen wurde. Viele Unternehmer tun sich schwer damit, die Kontrolle abzugeben.
Peter Hertweck, Geschäftsführer von BWS, warnt, dass diese Probleme erhebliche finanzielle Verluste für Deutschland zur Folge haben. Die Ergebnisse unterstreichen, wie dringend bessere Planungsstrategien nötig sind, um Wertverluste bei Führungswechseln zu verhindern.






