07 June 2026, 04:16

Mönchengladbach trotzt dem NRW-Wohnungsbau-Tief mit Rekordzahlen

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Apartments

Mönchengladbach trotzt dem NRW-Wohnungsbau-Tief mit Rekordzahlen

Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg neuer Wohnbauprojekte und setzt damit dem landesweiten Rückgang in Nordrhein-Westfalen etwas entgegen. Während das Bundesland 2025 die niedrigsten Bauzahlen seit 14 Jahren meldete, stiegen die Baugenehmigungen in der Stadt um 73,6 Prozent. Lokale Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus zeigen Wirkung: Die Fertigstellungen verdreifachten sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu.

Der Erfolg der Stadt fällt in eine Zeit, in der Nordrhein-Westfalen mit einem Rückgang im Wohnungsbau kämpft. Landesweit wurden 2025 nur 37.185 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent gegenüber 2024 und der niedrigste Stand seit 2011. Auch die Baugenehmigungen sanken seit 2020 um 27,4 Prozent, sodass die Bauquote des Landes nun bei 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt.

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Mönchengladbach hebt sich hingegen mit einer Bauquote von 28,4 ab und belegt damit Platz drei unter den kreisfreien Städten. Dieser Aufschwung folgt auf die 2023 gestartete Wohnbauinitiative, die 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau investierte. Allein 2025 bewilligte die Stadt Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohneinheiten – fast so viel wie im Rekordjahr zuvor.

Landweit erschweren steigende Kosten den Wohnungsbau. Die Zinsen für Baukredite stiegen seit 2022 von nahe null auf drei bis vier Prozent. Gleichzeitig kletterten die Baukosten Anfang 2025 um 3,2 Prozent, was sich zu den deutlichen Preisanstiegen seit 2021 addiert.

Trotz dieser Herausforderungen vollendete Mönchengladbach 2025 insgesamt 758 Wohnungen – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Mit diesem Ansatz hält die Stadt ihren Wohnungsmarkt aktiver als der Großteil des Bundeslandes.

Der Bauboom in Mönchengladbach steht in krassem Gegensatz zum allgemeinen Rückgang in Nordrhein-Westfalen. Durch höhere Bauquoten und verstärkte Förderung gelingt es der Stadt, die Entwicklung zu beschleunigen, während andere Kommunen abbremsen müssen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass gezielte Investitionen und lokale Initiativen helfen können, die wirtschaftlichen Belastungen im Wohnungssektor abzufedern.

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