Mercedes-Benz kürzt Gehälter und setzt auf Sparprogramm bis 2034
Mercedes-Benz kündigt Sparmaßnahmen an, um die Profitabilität nach deutlichem Gewinnrückgang 2022 zu steigern
Die Veränderungen betreffen rund 91.000 Beschäftigte in Deutschland und umfassen Anpassungen bei Gehältern, Arbeitsbedingungen sowie Vereinbarungen zur Arbeitsplatzsicherheit. Bis 2027 sollen die Produktionskosten um etwa 10 Prozent gesenkt werden. Zudem werden die Materialausgaben optimiert, um die finanzielle Performance zu verbessern. Im Rahmen dieser Maßnahmen entfallen bestimmte Gehaltsbestandteile, während die temporäre Arbeit in der Produktion ausgeweitet wird.
Die Gewinnbeteiligung für die Belegschaft bleibt vorerst nach der aktuellen Regelung bestehen – allerdings nur bis 2025. Danach wird das System reformiert. Gleichzeitig bleiben die Grundgehälter von Vorstandsmitgliedern, Führungskräften und Teamleitern, die nicht unter Tarifverträge fallen, im kommenden Jahr eingefroren.
Für Mitarbeiter in indirekten Bereichen wurde ein Sozialplan eingeführt, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Das Programm sieht eine "doppelte Freiwilligkeit" vor: Sowohl das Unternehmen als auch der Arbeitnehmer müssen den Bedingungen zustimmen. Die bestehende Beschäftigungssicherung, bekannt als Zusi, wurde bis Ende 2034 verlängert.
Künftige Lohnerhöhungen im Rahmen der Tarifverträge werden teilweise ausgeglichen: Die Hälfte eines jeden Anstiegs wird von einer übertariflichen Zulage abgezogen, wodurch sich die Nettoauswirkung auf das Nettogehalt verringert.
Ziel der Maßnahmen ist es, Mercedes-Benz durch Einsparungen und mehr Flexibilität wettbewerbsfähiger zu machen. In den nächsten zehn Jahren werden sich für die Beschäftigten Änderungen bei Gehaltsstrukturen, Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsbedingungen ergeben. Das Unternehmen erwartet, dass diese Schritte bis Ende der 2020er-Jahre die finanzielle Lage stabilisieren werden.






