Marzahn Pride trotzt rechtsextremen Drohungen mit siebter Parade für Vielfalt
Hans-Herbert ReinhardtMarzahn Pride trotzt rechtsextremen Drohungen mit siebter Parade für Vielfalt
Marzahn Pride veranstaltet in diesem Jahr seinen siebten Umzug
Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten mit Reden von Vanessa Krah und Gordon Lemm. Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest mit Musik, Essen und Unterhaltung.
Marzahn zählt eine große Bevölkerung mit Migrationshintergrund. In dem Bezirk hat es in letzter Zeit vermehrt rechtsextreme Aktivitäten gegeben, darunter Propaganda und körperliche Angriffe. 2022 wurde der Marzahn Pride von der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran mit Drohungen ins Visier genommen.
Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, warnt davor, die Gefahr zu unterschätzen. Sie verweist auf frühere Vorfälle, bei denen rechtsextreme Gruppen kurzfristig Kundgebungen organisierten und Einschüchterungstaktiken anwendeten. Bundesweit waren 2023 fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen von Angriffen, Störungen oder Einschüchterungsversuchen betroffen.
Der Veranstalter Quarteera e.V. setzt sich für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Bisher gibt es keine konkreten Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen gegen den diesjährigen Umzug.
Die Parade wird wie geplant stattfinden. Organisatoren und lokale Behörden bleiben angesichts der anhaltenden Bedrohungslage wachsam. Ziel der Veranstaltung ist es, marginalisierte Gemeinschaften im Bezirk zu feiern und zu unterstützen.






