Logistikverbände fordern Soforthilfe gegen explodierende Dieselpreise und drohende Lieferketten-Krise
Hans-Herbert ReinhardtLogistikverbände fordern Soforthilfe gegen explodierende Dieselpreise und drohende Lieferketten-Krise
Vier große deutsche Logistikverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich gegen die stark steigenden Spritkosten vorzugehen. Die Verbände warnen, dass die explodierenden Dieselpreise Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette unter extremen Druck setzen. Sie fordern kurzfristige Entlastungsmaßnahmen, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Contractlogistik (BWVL) haben in einer gemeinsamen Erklärung Soforthilfe gefordert. Darin betonen sie, dass die aktuellen Dieselpreise die Stabilität der Lieferketten und die zuverlässige Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung gefährden.
Die Verbände unterstreichen, dass die Regierung schnell handeln müsse, um eine weitere Belastung der Branche zu verhindern. Sie argumentieren, der Staat dürfe nicht durch höhere Steuereinnahmen – etwa durch die CO₂-Bepreisung – von der Krise profitieren. Stattdessen sollten Entlastungen direkt die Mehrkosten der Unternehmen ausgleichen, die durch die gestiegenen Energiepreise entstehen.
Die Branche verlange keine dauerhafte finanzielle Unterstützung, so die Verbände. Allerdings bestehe dringender Bedarf an einer vorübergehenden Bremsung der Spritpreise, um den Unternehmen das Überstehen dieser außergewöhnlichen Krise zu ermöglichen. Ohne gezielte Hilfen könnten Logistikunternehmen Schwierigkeiten bekommen, ihre Dienstleistungen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Lieferketten stabil zu halten.
Die Verbände haben klar gemacht: Es braucht sofortige und zielgerichtete Maßnahmen. Gefordert werden Lösungen, die speziell den drastischen Anstieg der Spritkosten abfedern – damit Logistikfirmen weiterarbeiten können, ohne die zusätzlichen Kosten vollständig an die Verbraucher weitergeben zu müssen. Wie gut der Sektor die aktuelle Krise meistert, hängt maßgeblich von der Reaktion der Regierung ab.






