27 June 2026, 20:12

Logistikkrise: Stahl- und Chemieindustrie kämpft mit Bahn-Chaos und Milliardenverlusten

Bahn-Baustellen belasten die Industrie mit Milliarden-Schäden

Logistikkrise: Stahl- und Chemieindustrie kämpft mit Bahn-Chaos und Milliardenverlusten

Deutsche Industrien leiden unter massiven Verlusten durch anhaltende Verzögerungen im Schienengüterverkehr

Unternehmen der Stahl- und Chemiebranche melden Produktionsdrosselungen und logistisches Chaos. Die Deutsche Bahn wird aufgefordert, umgehend Maßnahmen zur Lösung der Krise zu ergreifen.

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Die Verspätungen im Güterverkehr auf dem Netz der Deutschen Bahn haben Lieferketten in ganz Deutschland durcheinandergebracht. Die Stahlindustrie, die fast die Hälfte ihrer Transporte über die Schiene abwickelt, hat die Produktion bei Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal bereits zurückfahren müssen. Rund 25 Millionen Tonnen chemischer Erzeugnisse werden jährlich per Bahn transportiert – doch durch verspätete Rohstofflieferungen und Lagerengpässe kommt es nun zu Produktionsstillständen.

Branchenverbände fordern dringend Reformen. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) verlangt, dass Güterzüge auf Ausweichstrecken Vorrang erhalten. Die Deutsche Bahn müsse Planung, Koordination und die Priorisierung des Güterverkehrs verbessern, um die Belastung zu verringern.

Da die Kapazitäten im Schienenverkehr schrumpfen, haben einige Automobilhersteller bereits auf den Straßentransport umgestellt. Diese Umstellung belastet ein ohnehin schon angespanntes Logistiknetz zusätzlich.

Die Probleme im Schienengüterverkehr kosten Schlüsselbranchen Milliarden an entgangenen Einnahmen. Besonders betroffen sind Stahl- und Chemieproduzenten. Ohne schnelles Eingreifen drohen weitere Produktionskürzungen und Transportstörungen.

Quelle