09 May 2026, 02:17

Literarischer Abend ehrt Amos Oz und das Kibbuz-Leben in Bergisch Gladbach

Plakat mit der Aufschrift "Vision für Frieden-Konzeptkarte", das eine farbcodierte Karte Israels in Blau, Grün und Gelb mit fetter schwarzer Schrift zeigt.

Literarischer Abend ehrt Amos Oz und das Kibbuz-Leben in Bergisch Gladbach

Ein literarischer Abend in Bergisch Gladbach ehrt das Vermächtnis des israelischen Schriftstellers Amos Oz und die Geschichte des Kibbuz-Lebens

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Am 1. Mai wird der Schauspieler Heinz D. Haun im Rahmen einer Veranstaltung Auszüge aus Oz’ Werk „Zwischen Freunden“ lesen, begleitet von den Musikern Arne und Anaïs Meinhardt. Der Abend widmet sich der Entstehung und den Herausforderungen der kollektiven Siedlungsbewegung Israels – den Kibbuzim.

Die Kibbuz-Bewegung entstand bereits vor der Gründung Israels im Jahr 1948, als David Ben-Gurion die Unabhängigkeit des Staates ausrief. Diese Gemeinschaften strebten eine egalitäre Gesellschaft an, geprägt von geteilten Ressourcen und kollektiven Entscheidungsprozessen. Doch trotz ihrer idealistischen Ziele stieß die Vision an Grenzen, als sich die menschliche Natur gegen eine dauerhafte Unterordnung unter das Kollektiv wehrte.

Amos Oz’ „Zwischen Freunden“ setzt sich in Geschichten aus den späten 1950er-Jahren mit dieser Spannung auseinander. Eine der Erzählungen, „Esperanto“, handelt von Martin, einem Schuhmacher, der davon träumt, eine Esperanto-Gruppe zu gründen – ein Symbol der Einheit in einer zersplitterten Welt. Die Themen des Buches stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung am 13. Mai im Großen Sitzungssaal des Rathaussaals.

Organisiert vom Katholischen Bildungswerk und dem Verein Ganey Tikva, wird Heinz D. Haun die Erzählung „Esperanto“ mit live musikalischer Untermalung präsentieren. Beginn ist um 19:00 Uhr. Der Abend verbindet Literatur mit einer Reflexion über Israels frühe soziale Experimente.

Die Lesung lässt Oz’ Geschichten lebendig werden und beleuchtet die Ideale sowie die Widerstände des Kibbuz-Lebens. Durch Texte und Musik tauchen die Besucher:innen ein in ein prägendes Kapitel der israelischen Geschichte. Die Veranstaltung ist zugleich eine kulturelle Hommage und eine Auseinandersetzung mit den kollektiven Träumen, die eine Nation formten.

Quelle