Kultur vs. Kosten: Warum ein Medienchef Opernhäuser in Gefahr bringt
Hans-Herbert ReinhardtKultur vs. Kosten: Warum ein Medienchef Opernhäuser in Gefahr bringt
Ein ehemaliger Chefredakteur des Weser-Kurier erinnert sich an die Fixierung des Betroffenen auf Finanzen und Selbstinszenierung während dessen Zeit in Bremen. Dieselbe Person leitet heute die Rheinische Post in Düsseldorf, wo ihre Haltung zu Kulturprojekten erneut für Aufsehen sorgt.
In Bremen hatte der Betroffene Zahlen, Geld und persönliche Sichtbarkeit über kulturelle Belange gestellt. Diese Haltung prägte den Weser-Kurier nachhaltig. Nun argumentiert er in Düsseldorf gegen Dortmunder Pläne für einen Opernneubau – mit Verweis auf die hohen Sanierungskosten der Kölner Oper als Begründung.
Der Autor warnt: Setzt sich diese Logik durch, könnten Städte Opernhäuser gänzlich aufgeben. Allein die Düsseldorfer Oper beschäftigt 570 Menschen, fördert Musikschulen und Bibliotheken vor Ort und bietet Bildungsprogramme für Kinder. Doch der Betroffene bewertet Kunst ausschließlich nach finanziellen Kriterien und ignoriert ihren emotionalen und gesellschaftlichen Wert.
Sein Einfluss gefährdet kulturelle Einrichtungen und deren weitreichende Wirkung. Ohne Unterstützung könnten Opernhäuser und ihre Bildungsaufgaben aus den Städten verschwinden. Bedroht sind damit nicht nur Gebäude, sondern auch die Chancen, die sie den Gemeinden bieten.






