11 June 2026, 08:16

Kultur in Österreich steht vor spürbaren Kürzungen bis 2028

Stabile Finanzierung bedeutet 'einen echten Schnitt' für die Kultur

Kultur in Österreich steht vor spürbaren Kürzungen bis 2028

Der Kunst- und Kultursektor in Österreich muss in den nächsten beiden Jahren mit Kürzungen rechnen. Nach den abgeschlossenen Haushaltsverhandlungen werden Museen, Denkmalschutz und Filmförderungen betroffen sein. Die Einschnitte fallen zwar geringer aus als ursprünglich geplant, sind für viele Einrichtungen aber dennoch spürbar.

Ursprünglich hatte die Regierung eine Kürzung des Kunst- und Kulturetats um 8,7 Prozent in Erwägung gezogen. Nach intensiven Verhandlungen wurde die Reduktion auf 3,3 Prozent begrenzt. Die Mittel für den Sektor sinken damit 2027 um 21,1 Millionen Euro auf 608,7 Millionen Euro, bevor sie 2028 leicht auf 617,9 Millionen Euro steigen.

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Die Bundeskunstmuseen erhalten 2027 und 2028 jährlich 151,2 Millionen Euro – ein Rückgang gegenüber den bisherigen 157,2 Millionen Euro. Für geplante Sanierungen, darunter die des Museums für Volkskunde, wurden keine Mittel reserviert; dessen Renovierungsbudget wurde um 11,4 Millionen Euro gekürzt. Insgesamt trägt dies zu einer Kürzung von 13,6 Millionen Euro im Kunst- und Kulturbereich bei.

Die Mittel für den Denkmalschutz verringern sich um eine Million Euro von 55 auf 54 Millionen Euro. Die Bundestheater behalten ihre Grundförderung von 204,2 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre und können ihren Betrieb damit aufrechterhalten. Das Programm FISAplus bleibt stabil: 2027 stehen 55 Millionen Euro zur Verfügung, 2028 sind es 53 Millionen Euro.

Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) muss mit einem Gesamtbudget von 37 Millionen Euro in den Jahren 2027 und 2028 auskommen. Die Bundeszuschüsse für das ÖFI sinken auf 34,5 Millionen Euro, hinzu kommen 2,5 Millionen Euro für das Programm ÖFI+.

Der überarbeitete Haushalt bietet den wichtigsten Kultureinrichtungen zwar eine gewisse Planungssicherheit, doch die Kürzungen werden sich auf Sanierungsvorhaben, Denkmalschutzprojekte und die Filmförderung auswirken. Die endgültigen Zahlen spiegeln einen Kompromiss zwischen den ursprünglichen Plänen und den Bedürfnissen des Sektors wider.

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