Karlsruhe digitalisiert Bahnsteuerung für effizienteren Nahverkehr bis 2025
Vladimir DöhnKarlsruhe digitalisiert Bahnsteuerung für effizienteren Nahverkehr bis 2025
Karlsruhe rüstet Zug- und Straßenbahn-Steuerungssysteme mit digitaler Technologie auf
Die Stadt Karlsruhe modernisiert ihre Leit- und Kontrollsysteme für Züge und Straßenbahnen mit neuer digitaler Technologie. Dazu arbeitet sie mit dem Unternehmen INIT zusammen, um die Abläufe bei zwei lokalen Verkehrsbetrieben zu optimieren. Das Projekt soll die Kommunikation, Überwachung und Fahrgastinformationen im gesamten Netz verbessern.
Das neue System verknüpft die bestehende INIT-Software mit DatNet, einer Betriebsleitzentrale von ETC Solutions GmbH. Durch das Upgrade erhält das Kontrollzentrum der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) bahnspezifische Funktionen, die eine bessere Koordination der Verkehrsangebote ermöglichen. Dispatcher der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) erhalten zudem Zugriff auf Echtzeitdaten zu Zugpositionen und Fahrplänen der AVG – inklusive direkter Funkkommunikation zwischen den Teams.
An Bord kommen Rechner mit INITs COPILOTpc-System zum Einsatz, die Fahrer:innen mit Live-Updates zum Fahrzeugstatus und Durchsagen für Fahrgäste versorgen. Die Technologie wird sowohl in bestehende Fahrzeuge als auch in 148 neue Stadtbahnzüge eingebaut, die ab 2025 in Betrieb gehen. Zudem setzt die AVG die EU-Richtlinie TAP TSI um, um eine reibungslose Interoperabilität zwischen verschiedenen Bahnbetreibern zu gewährleisten.
Sobald das System voll funktionsfähig ist, verbindet es Fahrgäste vom Karlsruher Stadtzentrum aus mit Zielen wie dem Schwarzwald oder den lokalen Weinbergen. Echtzeitinformationen halten Reisende während der gesamten Fahrt auf dem Laufenden.
Die Zusammenarbeit zwischen INIT, VBK und AVG markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem effizienteren Öffentlichen Nahverkehr in Karlsruhe. Aktualisierte Software und geteilte Daten werden die Betriebsabläufe vereinfachen, während Bordsysteme die Fahrer:innen unterstützen und die Kommunikation mit den Fahrgästen verbessern. Die Umstellung soll bis 2025 vollständig abgeschlossen sein.






