Karina Dörk verteidigt CDU-Mandat in der Uckermark gegen AfD-Herausforderer
Sepp KraushaarKarina Dörk verteidigt CDU-Mandat in der Uckermark gegen AfD-Herausforderer
Karina Dörk von der CDU hat bei der Wahl zum Kreistag in der Uckermark ihr Mandat erfolgreich verteidigt. Mit einem deutlichen Vorsprung setzte sie sich gegen den AfD-Kandidaten Felix Teichner durch. Das Ergebnis fällt in eine Zeit, in der die AfD zwar in bundesweiten Umfragen zulegt, in lokalen Wahlen Ostdeutschlands aber weiterhin Schwierigkeiten hat.
Dörk führte einen zielstrebigen Wahlkampf und wies sogenannte „Scheindebatten“ zurück, etwa die Diskussion über eine politische „Brandmauer“ gegen die AfD. Ihr Sieg steht im Kontrast zu den übergeordneten Trends in der Region, wo die rechtspopulistische Partei in Landesumfragen an Boden gewinnt.
Aktuell liegt die AfD in bundesweiten Meinungsforschungen zwei bis drei Prozentpunkte vor der Union aus CDU und CSU. Auch vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet die Partei einen Zuwachs. Dennoch muss sie in lokalen Wahlen immer wieder Niederlagen hinnehmen.
In diesem Jahr gewannen AfD-Bewerber lediglich zwei von 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen in Ostdeutschland. Gleichzeitig wandern zwar einige ehemalige CDU- und CSU-Wähler zur AfD ab, doch ein größerer Teil scheint sich linken Parteien zuzuwenden oder bleibt der Wahl ganz fern.
Dörks Erfolg festigt ihre Position in der Uckermark, doch die gemischte Bilanz der AfD unterstreicht die Kluft zwischen ihrer bundesweiten Beliebtheit und lokalen Rückschlägen. Die Umfragegewinne der Partei schlagen sich bisher nicht in durchgängigen Erfolgen auf kommunaler Ebene nieder. Für beide Seiten bleibt die Fähigkeit der CDU, Schlüsselpositionen zu halten, eine Bewährungsprobe bei den kommenden Wahlen.






