Kai Wegners riskanter Weg vom Außenseiter zum Berliner Bürgermeister
Vladimir DöhnKai Wegners riskanter Weg vom Außenseiter zum Berliner Bürgermeister
Vor der Berliner Wahl 2023 sah sich Kai Wegner Skepsis ausgesetzt. SPD-Chef Raed Saleh tat ihn als ernsthaften Herausforderer ab. Dennoch hielt die CDU an Wegner als Spitzenkandidat für den Landesparteitag im Februar 2023 fest.
Am 12. Februar 2023 bestätigte die CDU Wegners Position – ohne dass ein Gegenkandidat in Sicht war. Trotz Kritik an seinem Umgang mit einem Stromausfall, glatteisbedingten Chaos und einem Subventionsskandal blieb er die erste Wahl der Partei. Auch die Ernennung eines neuen Staatssekretärs für Digitalisierung zog weitere Fragen nach sich.
Wegner erinnerte die Wähler daran, dass Umfragen schwanken können, und verwies auf den späteren Erfolg seiner Partei. Bei der Wahl erreichte die CDU 28,2 Prozent der Stimmen, während die SPD auf 18,4 Prozent kam. Dieser Sieg machte Wegner zum regierenden Bürgermeister.
Sein Amt als CDU-Landesvorsitzender wäre bei einer Wahlniederlage voraussichtlich beendet gewesen. Selbst wenn das Ergebnis die CDU aus einer Koalition ausgeschlossen hätte, wäre er vorläufig in einer geschäftsführenden Rolle geblieben. Seine Amtszeit als regierender Bürgermeister könnte innerhalb von 100 Tagen, bis zum 20. September 2023, enden.
Wegners Führung stand zunächst in Frage, führte aber letztlich zu einem klaren Wahlsieg. Wie lange er im Amt bleibt, hängt nun von den politischen Entwicklungen ab. Die Entscheidung der CDU, ihn zu unterstützen, erwies sich kurzfristig als wegweisend.






