Jugendbad Burgfarrnbach droht nach 60 Jahren die endgültige Schließung
Sepp KraushaarJugendbad Burgfarrnbach droht nach 60 Jahren die endgültige Schließung
Jugendbad Burgfarrnbach: Beliebtes Freibad für Kinder und Jugendliche nach 60 Jahren vor der Schließung
Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein saisonales Freibad speziell für Kinder und Jugendliche, könnte nach rund 60 Jahren Betrieb endgültig geschlossen werden. Die Anlage blieb in dieser Saison geschlossen, und über ihre Zukunft wird nun in einer Sitzung am 10. Juni 2026 entschieden.
Seit dem vergangenen Jahr leidet das Bad unter schweren Undichtigkeiten im Wassersystem, deren Reparatur auf bis zu 50.000 Euro geschätzt wird. Doch die Probleme gehen weiter: Wie Infra Fürth mitteilt, wären für eine Wiedereröffnung mindestens 165.000 Euro nötig, um technische, bauliche und sicherheitsrelevante Mängel zu beheben. Wichtige Komponenten wie die Dosieranlage für die Wasseraufbereitung, der Schaltschrank, das Gebläse, Umwälzpumpen und mehrere Ventile sind beschädigt oder nicht mehr zuverlässig funktionsfähig.
Die Besucherzahlen sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen: Während das Bad 2023 noch 600 Gäste verzeichnete, waren es 2024 nur noch 465 und 2025 lediglich 275. Die Nettoausgaben beliefen sich im vergangenen Jahr auf 38.500 Euro. Die Anlage umfasst ein unbeheiztes 8x20-Meter-Becken, eine 1.000 Quadratmeter große Liegewiese sowie Umkleideräume, ist jedoch ausschließlich für Kinder bis 14 Jahre und deren Begleitpersonen zugänglich.
Der Finanz- und Verwaltungsausschuss wird nun über die endgültige Stilllegung abstimmen. Bei einer Zustimmung müsste die Stadtverwaltung ein Konzept für eine Nachnutzung des Geländes erarbeiten. Zwar gilt das Bad als wichtiger sozialer Treffpunkt für die lokale Jugend, doch die strukturellen Einschränkungen machen es nach Angaben der Verantwortlichen für regulären Schwimmunterricht ungeeignet.
Die Zukunft des Jugendbads liegt nun in den Händen des Ausschusses. Bei einer Schließung müsste für das Gelände eine neue Nutzung gefunden werden – und die Gemeinde würde einen langjährigen Freizeitort verlieren. Die finanziellen und technischen Herausforderungen haben einen Weiterbetrieb zunehmend unmöglich gemacht.






