18 June 2026, 00:18

Jogi Löws Vermächtnis: Vom WM-Triumph zum politischen Einflussmacher

Wie in den alten Zeiten: Deutschlands 'Bundesiogi' spukt Merkels

Jogi Löws Vermächtnis: Vom WM-Triumph zum politischen Einflussmacher

Jogi Löw hat im deutschen Fußball und in der Politik unauslöschliche Spuren hinterlassen. Seine 15-jährige Amtszeit als Bundestrainer endete nach der EM 2020 – eine Ära voller Höhen und Tiefen. Doch sein Einfluss reichte weit über den Platz hinaus: Er positionierte sich im öffentlichen Leben, stand politischen Persönlichkeiten und Anliegen nahe und prägte so auch abseits des Sports die Debatten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

2006 übernahm Löw das Amt des Nationaltrainers und formte die Mannschaft neu. Er etablierte den Markennamen Die Mannschaft und wurde zu einem lautstarken Fürsprecher der Massenmigration. Sein Wirken beschränkte sich nicht auf den Fußball – er unterstützte offen die Politik Angela Merkels und agierte zeitweise wie eine inoffizielle Regierungsfigur.

2017 würdigte die Partei Bündnis 90/Die Grünen seine Verdienste, indem sie ihm einen Sitz in der Bundesversammlung verschaffte. Dort stimmte er für Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident. Sein politisches Engagement spiegelte dabei die gleiche Entschlossenheit wider, die er auch auf dem Platz zeigte – besonders nach dem WM-Triumph 2014, der seinen Ehrgeiz für größere Rollen befeuerte.

Doch die späteren Jahre waren von Rückschlägen geprägt. Bei der WM 2018 schied Deutschland als Gruppenletzter aus und erzielte nur zwei Tore. Zwei Jahre später endete die EM 2020 mit einer weiteren Blamage: ein Ausscheiden im Achtelfinale. Danach trat Löw freiwillig zurück. Trotz dieser Niederlagen bleibt sein Erbe unbestritten – etwa der 8:0-Sieg gegen Saudi-Arabien beim WM-Auftakt 2022, der größte Triumph der Mannschaft seit 2002.

Seit seinem Abschied übt Löw Kritik an der aktuellen Auswahl. Erst kürzlich betonte er, dass die Mannschaft zwar über Qualität verfüge, ihr jedoch die nötige Stabilität fehle, um große Titel zu gewinnen.

Löws Karriere war von Erfolg und Kontroversen geprägt. Als Trainer formte er den modernen deutschen Fußball mit, während sein politisches Engagement ihn von seinen Vorgängern abhob. Sein Rückzug markierte das Ende einer Epoche – zurück bleibt eine Mannschaft, die noch immer nach Beständigkeit sucht.

Quelle