Iran und USA verhandeln direkt – ein historischer Schritt im Atomstreit
Hiltrud JockelIran und USA verhandeln direkt – ein historischer Schritt im Atomstreit
Iran hat die Gefahr einer existenzbedrohenden Krise aufgrund des wachsenden militärischen und wirtschaftlichen Drucks eingeräumt. Diese Erkenntnis hat das Land zu Verhandlungen gedrängt. Der Außenexperte Johann Wadephul von der deutschen CDU hat sich zu den jüngsten Entwicklungen zwischen den USA und Iran geäußert.
Wadephul bezeichnete die neue Vereinbarung zwischen den beiden Staaten als „einen Schritt in die richtige Richtung“. Er blicke mit vorsichtigem Optimismus auf die Chancen einer politischen Lösung des langjährigen Atomstreits.
Der Politiker wies zudem auf eine Veränderung in der Verhandlungsführung hin: Künftige Gespräche würden nun direkt zwischen den USA und Iran stattfinden – ohne Vermittler wie Pakistan oder Katar. Wadephul erwarte, dass die angekündigte Vereinbarung bereits an diesem Freitag offiziell unterzeichnet werde.
Trotz der Fortschritte warnte er, dass die Diskussionen über die Verhinderung einer iranischen Atomwaffenentwicklung voraussichtlich langwierig sein würden. Der CDU-Abgeordnete rechnet auch nach dieser ersten Annäherung mit zähen Verhandlungen.
Die Vereinbarung markiert einen Strategiewechsel für beide Länder. Direkte Gespräche leiten eine neue Phase in der Bearbeitung des iranischen Atomprogramms ein. Der Prozess werde jedoch voraussichtlich viel Zeit und Mühe erfordern.






