IG-BCE-Chef fordert höhere Steuern für Superreiche und Spitzenverdiener
Hans-Herbert ReinhardtIG-BCE-Chef fordert höhere Steuern für Superreiche und Spitzenverdiener
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat eine Reihe von Steuerreformen vorgeschlagen, die sich gezielt an Spitzenverdiener und Superreiche richten. Seine Pläne umfassen eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes, die Einführung einer Vermögenssteuer sowie höhere Erbschaftsabgaben. Ziel ist es, dringend benötigte öffentliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung zu finanzieren.
Vassiliadis schlägt vor, die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz auf etwa 100.000 Euro anzuheben. Für Verdienstgruppen oberhalb dieser Schwelle plant er eine Erhöhung des Steuersatzes um zwei bis drei Prozentpunkte. Zudem soll eine neue Vermögenssteuer für Einkommen ab 200.000 Euro eingeführt werden.
Auch die Erbschaftssteuern würden nach seinen Vorstellungen steigen. Ein zusätzlicher Sonderbeitrag der Vermögendsten soll gezielt Infrastruktur- und Verteidigungsprojekte fördern. Vassiliadis argumentiert, dass wohlhabende Bürger von einer starken öffentlichen Daseinsvorsorge profitieren und daher angemessen dazu beitragen sollten.
Er räumt zwar Bedenken von Wirtschaftsverbänden ein, die vor höheren Steuern auf Betriebsvermögen warnen. Dennoch besteht er darauf, dass Steuervermeidung durch finanzielle Schlupflöcher unterbunden werden müsse. Die Superreichen, so Vassiliadis, dürften nicht länger die Möglichkeit haben, ihr Vermögen so zu verschieben, dass sie ihre Steuerlast mindern.
Mit den geplanten Reformen würden Gutverdiener und Superreiche stärker zur Finanzierung nationaler Prioritäten herangezogen. Vassiliadis betont, dass ein gerechteres Steuersystem eine bessere Ausstattung von Infrastruktur und Sicherheit gewährleisten würde. Die Vorschläge stehen nun zur Debatte unter Politikern und Wirtschaftsführern.






