Hertha BSC setzt auf Teambuilding und junge Talente nach enttäuschender Saison
Hans-Herbert ReinhardtHertha BSC setzt auf Teambuilding und junge Talente nach enttäuschender Saison
Hertha BSC startet mit neuem Ansatz in die Vorbereitung auf die kommende Saison
Noch vor dem offiziellen Trainingsauftakt führte Trainer Stefan Leitl die Mannschaft zu einem zweitägigen Teambuilding-Retreat nach Kienbaum. Der Verein steht nach einem enttäuschenden siebten Platz in der Vorsaison und dem Abgang wichtiger Leistungsträger vor einer herausfordernden Phase.
Im Mittelpunkt des Retreats standen der Zusammenhalt innerhalb der Truppe, die Festlegung erster interner Ziele sowie die Neuausrichtung der Spielerrollen für die anstehende Spielzeit. Die siebte Position in der abgelaufenen Saison hatte die Erwartungen des Klubs deutlich verfehlt.
Hertha BSC hat in der Transferperiode Topspieler wie Fabian Reese, Kennet Eichhorn und Michael Cuisance verkauft. Die Abgänge brachten dem finanziell angeschlagenen Verein einen zweistelligen Millionenbetrag ein und entlasteten die angespannte Haushaltslage. Weitere Spieler könnten den Klub noch verlassen, während bislang keine nennenswerten Neuzugänge verpflichtet wurden.
Die Abgänge etablierter Akteure könnten jedoch jungen Talenten aus der eigenen Akademie, etwa Boris Mamuzah Lum, den Weg in die Mannschaft ebnen. Geschäftsführer Peter Görlich wird am Montag in einer geplanten Ansprache realistische Saisonziele vorstellen. Der Verein hat bereits klargestellt, dass der direkte Wiederaufstieg in dieser Spielzeit nicht Priorität habe. Stattdessen setzt Hertha auf die Philosophie des „Berliner Wegs“, die vom verstorbenen Präsidenten Kay Bernstein geprägt wurde.
Unter finanziellen Zwängen formt der Klub sein Team um – junge Spieler könnten nun vermehrt zum Zuge kommen. Der Fokus liegt auf Stabilität und nachhaltiger Entwicklung, nicht auf dem kurzfristigen Aufstieg.
