13 June 2026, 02:20

Heidelbergs radikale Wende: Vom Druckmaschinen-Hersteller zum Technologiekonzern

Heidelberg treibt Strategie zur Umwandlung von Dual-Use-Technologien voran mit neuer ukrainischer Partnerschaftsvereinbarung bei ILA

Heidelbergs radikale Wende: Vom Druckmaschinen-Hersteller zum Technologiekonzern

Heidelberg meldet starkes Wachstum und strategische Neuausrichtung

Die Heidelberger Druckmaschinen AG verzeichnet ein kräftiges finanzielles Wachstum und eine grundlegende Veränderung ihrer Geschäftsstrategie. Im Geschäftsjahr 2025/2026 steigerte das Unternehmen sein Nettoergebnis nach Steuern auf 15 Millionen Euro – fast das Dreifache des Vorjahres. Gleichzeitig expandiert es in neue Märkte jenseits seines traditionellen Druckgeschäfts.

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Die Transformation zu einem breiter aufgestellten Technologiekonzern hat im vergangenen Jahr weiter an Fahrt aufgenommen. Heidelberg integriert nun digitale Drucksysteme und Verpackungslösungen in sein Kerngeschäft. Eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Maschinenbauer Masterwork stärkt zudem die Präsenz entlang der gesamten Verpackungswertschöpfungskette.

Um die Expansion voranzutreiben, wurden sämtliche relevanten Aktivitäten in der neu gegründeten HD Advanced Technologies GmbH gebündelt. Das Unternehmen erschließt zudem Dual-Use-Technologien für Märkte wie Verteidigung, Sicherheit, Energie und industrielle Systeme.

Im Verteidigungssektor hat Heidelberg neben seiner E-Mobilitäts-Tochter Amperfied ein neues Standbein aufgebaut. Das Joint Venture ONBERG spezialisiert sich auf autonome Anti-Drohnen-Systeme. Auf der ILA Berlin, der internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung, wird Heidelberg zudem eine Kooperation mit einem ukrainischen Drohnenhersteller bekannt geben.

Für das Geschäftsjahr 2026/2027 prognostiziert der Konzern stabile Umsätze bei einer spürbaren Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge. Der Einstieg in die Bereiche Verteidigung, Sicherheit und industrielle Lösungen markiert einen entscheidenden Schritt über die klassischen Druckaktivitäten hinaus. Die Neuausrichtung soll Heidelberg widerstandsfähiger für zukünftige Märkte machen.

Quelle