Halles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturort für junge Künstler und Experimente
Vladimir DöhnHalles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturort für junge Künstler und Experimente
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) soll zu einem zentralen Treffpunkt für junge Menschen und die freie Kunstszene werden. Die Stadt plant, den Veranstaltungsort mit Unterstützung eines Bundesförderprogramms umzugestalten – als lebendigen Raum für kulturelle Projekte und Experimente soll er erhalten bleiben.
Das Haus ist Teil eines einzigartigen Kulturviertels in der Stadt und hat sich bereits zu einem wichtigen kulturellen Ort entwickelt, wie Dr. Judith Marquardt, die stellvertretende Bürgermeisterin für Kultur und Sport, betont. Nun will die Stadt sein Potenzial weiter ausschöpfen und die Zusammenarbeit mit lokalen Kulturschaffenden stärken.
Hinter der Umgestaltung steht das Programm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ der Kulturstiftung des Bundes. Halle (Saale) beabsichtigt, in der zweiten Förderphase bis zu 600.000 Euro zu beantragen. Von 2026 bis 2028 wird das Kollektiv TOOH das Theater jeweils sechs Monate im Jahr für verschiedene künstlerische Sparten nutzen.
Den Auftakt bildet im September 2026 ein Pilotprojekt, bei dem junge Menschen den Raum mit eigenen Ideen prägen sollen. Ein „Young Future Team“ aus lokalen Jugendlichen übernimmt dabei eine zentrale Rolle bei der Ausgestaltung des Vorhabens. Bürgermeister Dr. Alexander Vogt unterstrich, wie wichtig es sei, jungen Menschen einen Ort zum Experimentieren und zur eigenen Entfaltung zu geben.
Das ehemalige Thalia-Theater bleibt damit ein offener Raum für Jugendliche und die freie Kunst. Das Projekt setzt auf die Mitwirkung junger Menschen und neue Partnerschaften. Durch die Förderung und die langfristige Nutzung durch TOOH soll seine Zukunft als kultureller Kristallisationspunkt gesichert werden.
