21 March 2026, 06:18

Gottesdienst im Bierzelt: Eine stille Tradition mitten im Oktoberfest-Trubel

Eine große Gruppe von Menschen an langen Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen und festlicher Dekoration im Hintergrund.

Gottesdienst im Bierzelt: Eine stille Tradition mitten im Oktoberfest-Trubel

Jedes Jahr findet während der ersten Woche des Münchner Oktoberfests ein Gottesdienst in einem Bierzelt statt. Die Veranstaltung wird im Marstall-Zelt abgehalten und verbindet so Tradition mit dem lebhaften Festtreiben. In diesem Jahr fand der Gottesdienst in einem Dorf ohne eigenen Dorfplatz oder Kirchengebäude statt.

Geleitet wurde die Andacht von einem Pfarrer, der über keine feste Kirche verfügt. Trotz der ungewöhnlichen Umgebung folgten die Anwesenden den Gesängen – darunter Lobt den Herren – und ihre Stimmen hoben sich über das leise Summen des Zeltes.

Im Inneren der großen Festhalle saßen nur sechs Männer, die statt aus den üblichen Festkrügen aus einem goldenen Kelch Wein tranken. Die Szene bildete einen auffälligen Kontrast zu den belebten Menschenmassen, die den Raum sonst während des Oktoberfests füllen.

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Während ähnliche Wiesn-Kirchgänge auch in Orten wie Beuerberg-Herrnhausen oder beim Landshuter Starkbierfest dokumentiert sind, bleibt unklar, wie viele weitere bayerische Gemeinden vergleichbare Traditionen in Bierzelten pflegen. Vorerst bleibt diese kleine Versammlung ein einzigartiger Bestandteil der Eröffnungswoche des Festes.

Der Gottesdienst endete mit gemeinsamen Gesängen und dem Teilen von Wein unter den wenigen Teilnehmern. Die Tradition hält an und bietet einen Moment der Besinnung mitten im Festgeschehen. Ob weitere Dörfer diesen Brauch übernehmen, bleibt abzuwarten – doch fürs Erste bleibt er eine stille, besondere Eigenheit des Oktoberfests.

Quelle