30 June 2026, 12:19

Gorleben bleibt Atom-Zwischenlager für weitere 20 Jahre – trotz alternder Infrastruktur

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt Atom-Zwischenlager für weitere 20 Jahre – trotz alternder Infrastruktur

Atomanlagen-Zwischenlager Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb

Das deutsche Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben wird mindestens 20 Jahre länger als bisher genehmigt betrieben. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund anhaltender Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager für solche Materialien.

Die Anlage wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet. Ihre Wände und Decken sind dünner als die modernerer Zwischenlager. Die aktuelle Betriebsgenehmigung läuft nach vier Jahrzehnten Nutzung im Jahr 2034 aus.

Mit der Verlängerung soll die fehlende Endlagerlösung für hochradioaktiven Müll überbrückt werden. Zudem soll das Fachwissen im Umgang mit atomaren Abfällen erhalten und der Austausch zwischen den Verantwortlichen gefördert werden. Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitsaspekten und kündigt regelmäßige Kontrollen an.

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) ist für das Genehmigungsverfahren zuständig. Umweltverbände, darunter die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg, kritisieren den Schritt scharf. Sie verweisen auf die Risiken einer langfristigen Lagerung in der alternden Anlage.

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Die Genehmigungsverlängerung ermöglicht den Betrieb Gorlebens bis mindestens 2054 und schafft mehr Zeit für die Suche nach einem Endlager. Die Entscheidung sichert zwar die weitere Überwachung, stößt aber auf Widerstand bei Umweltschützern.

Quelle