Göppingen reformiert seine Stadtwerke: Effizienz durch radikale Umstrukturierung
Vladimir DöhnGöppingen reformiert seine Stadtwerke: Effizienz durch radikale Umstrukturierung
Göppinger Stadtrat beschließt umfassende Reform der kommunalen Unternehmen
Der Göppinger Stadtrat hat eine grundlegende Neuordnung seiner städtischen Betriebe auf den Weg gebracht. Die Umstrukturierung folgt dem Plan NewOrg 2024, der die Verwaltung effizienter gestalten und die Arbeitsabläufe optimieren soll. Die Änderungen treten schrittweise in Kraft und sollen bis Januar 2027 abgeschlossen sein. Kern der Reform ist die Bündelung wichtiger Dienstleistungen unter dem Dach der Stadtwerke Göppingen (SWG).
Im Rahmen der neuen Struktur wird die Stadtentwässerung Göppingen (SEG), zuständig für die Abwasserentsorgung, noch in diesem Jahr aufgelöst. Ihre Aufgaben gehen auf die SWG über, die damit ihr Leistungsspektrum erweitert. Auch das Parkraummanagement wird als eigenständige Einheit in die SWG integriert – ein weiterer Schritt zur Konsolidierung kommunaler Funktionen.
Die Baulandentwicklung Göppingen (BEG), die sich mit der Flächenentwicklung befasst, stellt ebenfalls bis Jahresende ihren Betrieb ein. Ihre Verantwortlichkeiten übernimmt künftig das städtische Bauamt. Gleichzeitig werden die Wohnbau Göppingen GmbH und die Business-Park Göppingen GmbH enger zusammenarbeiten, um Wohn- und Gewerbeflächen gemeinsam zu erschließen.
Die Stadt versichert allen Beschäftigten, dass ihre Arbeitsplätze und Verträge unverändert bleiben. Durch die Reform erhofft sich die Verwaltung mittelfristig erhebliche Einsparungen – möglicherweise im hohen sechsstelligen Bereich pro Jahr. Die Stadthalle bleibt hingegen weiterhin in direkter kommunaler Trägerschaft und wird nicht umstrukturiert.
Die Umsetzung erfolgt schrittweise im kommenden Jahr, bis Anfang 2027 soll die neue Struktur vollständig etabliert sein.
Die Reform zentralisiert die Bereiche Abwasser, Parkraum und Flächenentwicklung unter weniger Trägern. Die erweiterte Rolle der SWG spiegelt einen bundesweiten Trend zur kommunalen Konsolidierung wider. Die Stadt erwartet finanzielle Vorteile, ohne dabei die Stabilität der Belegschaft oder die Kontinuität der Dienstleistungen zu gefährden.






