"Goofy" krönt das Jugendwort 2023 – warum wir alle ein bisschen albern sind
Hans-Herbert Reinhardt"Goofy" krönt das Jugendwort 2023 – warum wir alle ein bisschen albern sind
"Goofy" ist Jugendwort des Jahres 2023
Das Wort goofy ist zum Jugendwort des Jahres 2023 gekürt worden. Ursprünglich im amerikanischen Slang verwurzelt, beschreibt es jemanden, der sich tollpatschig, albern oder auf komisch-unbeholfene Weise verhält. In Deutschland hat der Begriff vor allem bei jungen Menschen an Beliebtheit gewonnen – ein Zeichen dafür, wie sie heute über Humor und Unperfektheit sprechen.
Begonnen hat der Siegeszug von goofy in der US-Jugendkultur, wo es zunächst Verhalten bezeichnete, das zugleich lustig und ein bisschen dumm war. Mit der Zeit hielt der Ausdruck auch im deutschen Sprachgebrauch Einzug und entwickelte dort eine weiter gefasste Bedeutung. Heute nutzen junge Leute das Wort für Menschen, die schusselig, unsicher oder einfach nur anfällig für Fauxpas sind.
Eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung des Begriffs spielte die Disney-Figur Goofy aus Comics und Zeichentrickfilmen. Mit seiner gutmütigen, aber etwas begriffsstutzigen Art verkörpert er genau jenen tollpatschig-heiteren Geist, den goofy auf den Punkt bringt. Sein Einfluss half dabei, das Wort als Ausdruck für die lächerlichen Seiten des Lebens zu etablieren.
Mittlerweile wird goofy häufig als Adjektiv für Situationen verwendet, die absurd oder einfach nur albern wirken. Gleichzeitig schafft es ein Gefühl von Zusammengehörigkeit, denn junge Menschen verbinden sich über gemeinsame Erlebnisse von Peinlichkeiten und Pannen. Der Aufstieg des Begriffs steht für einen größeren Trend: eine spielerische Akzeptanz von Fehlern und Macken in der Jugendkultur.
Dass goofy nun zum Jugendwort des Jahres gewählt wurde, unterstreicht seinen prägenden Einfluss auf die moderne Umgangssprache. Es spiegelt eine Generation wider, die Humor auch in den kleinen Missgeschicken des Alltags findet. Dank seiner Vielseitigkeit bleibt goofy fester Bestandteil lockerer Gespräche – und wird es wohl auch bleiben.






