29 June 2026, 12:35

Gipsabbau in Unterfranken: Trinkwasser in Gefahr oder beherrschbares Risiko?

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk überwunden

Gipsabbau in Unterfranken: Trinkwasser in Gefahr oder beherrschbares Risiko?

Ein geplantes Gipsabbauprojekt in Unterfranken hat eine Debatte über mögliche Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung ausgelöst. Die Regierung von Unterfranken kam kürzlich zu dem Schluss, dass das Vorhaben keine unkontrollierbaren Risiken birgt – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten. Kritiker hingegen werfen der Bewertung vor, die Gefahren für lokale Wasserquellen zu unterschätzen.

Das Unternehmen Knauf, das hinter dem Projekt steht, plant, 50 Jahre lang unterirdische Gipsvorkommen abzubauen und dabei jährlich eine Million Tonnen zu fördern. Die behördliche Prüfung in Würzburg ergab, dass der Abbau keine unkontrollierbaren Risiken berge, sofern spezifische Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Knauf begrüßte diese Einschätzung und bezeichnete sie als weitere fachliche Bestätigung für das Vorhaben.

Die Region ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Stadt Würzburg und umliegender Gemeinden. Trotz der Entwarnung bleibt ein Restrisiko, das jedoch als „beherrschbar“ eingestuft wird. Die Behörden haben klargestellt, dass der Abbau sofort gestoppt werden muss, falls der Grundwasserspiegel zu sinken beginnt.

Die Opposition gegen das Projekt ist groß. Eine Online-Petition dagegen sammelte über 5.600 Unterschriften. Im Rahmen der raumordnerischen Prüfung wurden 79 Behörden angehört und 4.300 öffentliche Einwände geprüft. Patrick Friedl von den Grünen kritisierte die Risikobewertung scharf und warf vor, die tatsächliche Gefahr für das Trinkwasser werde verkannt.

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Die endgültige Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Ende des Jahres entscheiden soll. Knauf muss die von der Regierung festgelegten strengen Auflagen erfüllen, um das Projekt umsetzen zu können.

Die Zukunft des Vorhabens hängt vom Urteil der Bergbehörde ab. Bei einer Genehmigung muss Knauf die Auflagen strikt einhalten, um Schäden am Grundwasser zu verhindern. Die Diskussion zeigt das Spannungsfeld zwischen industrieller Entwicklung und dem Schutz lebenswichtiger Wasserressourcen auf.

Quelle