Giffey warnt vor Elterngeld-Kürzungen in Zeiten historischer Geburtenkrise
Hiltrud JockelGiffey warnt vor Elterngeld-Kürzungen in Zeiten historischer Geburtenkrise
Franziska Giffey, Berlins Senatorin für Wirtschaft und ehemalige Bundesfamilienministerin, hat sich gegen geplante Kürzungen beim Elterngeld in Deutschland ausgesprochen. Ihre Warnung kommt zu einer Zeit, in der das Land eine historisch niedrige Geburtenrate verzeichnet und Berichte darauf hindeuten, dass die Regierung die Mittel um 350 Millionen Euro kürzen könnte.
Giffey war von 2018 bis 2021 Bundesfamilienministerin, bevor sie ihr aktuelles Amt in Berlin antrat. Sie betont, dass das Elterngeld zwei zentrale Ziele verfolge: die Unterstützung von Familien und die Stabilisierung des Arbeitsmarktes. Jede Kürzung, so Giffey, würde die demografischen Herausforderungen weiter verschärfen.
Laut Medienberichten steht Familienministerin Karin Prien unter Druck, in ihrem Ressort Einsparungen zu finden. Im Gespräch sind Kürzungen bei den Elterngeldzahlungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro. Giffey fordert zudem Reformen, um eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit zwischen Müttern und Vätern zu erreichen – mit dem Ziel, mehr Väter zu ermutigen, sich eine Auszeit zu nehmen.
Kritik an den möglichen Kürzungen kommt aus verschiedenen Lagern. Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), hat sich öffentlich gegen die Pläne ausgesprochen. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), bezeichnete die Debatte allein schon als ein „verheerendes Signal“ für Familien, die ohnehin bereits unter finanziellen Belastungen leiden.
Die geplanten Kürzungen würden die Unterstützung gerade in einer Phase reduzieren, in der Deutschlands Geburtenrate auf dem niedrigsten je gemessenen Stand liegt. Giffeys Position unterstreicht den Spannungsbogen zwischen Haushaltszwängen und der Notwendigkeit familienfreundlicher Politik. Eine endgültige Entscheidung über die Sparmaßnahmen steht noch aus.






