Freiburgs erste Wasserstofftankstelle startet mit grünem Antrieb in die Zukunft
Hans-Herbert ReinhardtFreiburgs erste Wasserstofftankstelle startet mit grünem Antrieb in die Zukunft
In Freiburg-Eichelbuck ist eine neue Wasserstofftankstelle in Betrieb gegangen – ein wichtiger Schritt für die Stadt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Verkehrswende. Die Anlage, ein gemeinsames Projekt der badenova AG & Co. KG, der Stadt Freiburg und der ASF, bezieht ihr Gas zunächst von regionalen Lieferanten, bevor sie ab 2026 auf vor Ort erzeugten grünen Wasserstoff umstellt. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Strategie, um die Emissionen zu senken und die Energiewende in der Region bis 2035 voranzutreiben.
Die Tankstelle versorgt künftig die kommunale Abfallwirtschaftsflotte Freiburgs, die seit Anfang 2025 ausschließlich mit Brennstoffzellenfahrzeugen unterwegs ist. Bis der eigene Elektrolyseur der Anlage betriebsbereit ist, wird der Wasserstoff extern bezogen – mit der Option, bereits in diesem Sommer grünen Wasserstoff zu beziehen, sofern die Preise dies zulassen.
Ab 2026 läuft die Station mit selbst produziertem grünen Wasserstoff. Die ASF Solar GmbH, ein Joint Venture von ASF und badenovaWÄRMEPLUS, errichtet am Standort Eichelbuck einen Elektrolyseur sowie eine Photovoltaikanlage, die jährlich bis zu 140 Tonnen Wasserstoff erzeugen können. Zum Projekt gehört zudem ein 2,4 Hektar großer Solarpark an der Ostböschung einer nahegelegenen Deponie, der bis 2025 mit einer Leistung von 2,6 Megawatt Peak (MWp) fertiggestellt werden soll.
Die gesamte Anlage soll Anfang 2026 den Vollbetrieb aufnehmen und sicherstellen, dass die gesamte Flotte mit lokalem grünen Wasserstoff betrieben wird. Das 8-Millionen-Euro-Projekt wird mit 4,25 Millionen Euro aus Förderprogrammen wie "Klimaschutz und Wertschöpfung durch Wasserstoff (KWH2)" und dem Freiburger "Zukunftsfonds" finanziert. Beteiligt ist auch die Infrastrukturträgergesellschaft (itg), die den Ausbau der regionalen Wasserstoffinfrastruktur vorantreibt.
Behördenverteter bezeichnen das Projekt als Vorbild für die beschleunigte Einführung von Wasserstofftechnologie. Sein Erfolg soll dazu beitragen, dass Freiburg sein Ziel der Klimaneutralität bis 2035 erreicht.
Die Tankstelle in Eichelbuck ist bereits in Betrieb und wird bis 2026 mit externem Wasserstoff versorgt. Sobald Elektrolyseur und Solarpark fertiggestellt sind, produziert die Anlage ihren gesamten Bedarf an grünem Wasserstoff selbst – und treibt damit nicht nur die Abfallfahrzeuge der Stadt an, sondern unterstützt auch langfristig den Aufbau eines emissionsfreien Verkehrssystems.






