07 April 2026, 12:24

Flucht, Börek und Hoffnung: Wie ein türkisches Paar in Hamburg ankommt

Plakat für das Ernst-Drucker-Theater in Hamburg, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen und Text, der 'Hamburg im Jahre 2000' lautet.

Flucht, Börek und Hoffnung: Wie ein türkisches Paar in Hamburg ankommt

Ein türkisches Paar in Hamburg nahm kürzlich an einem "Willkommensabendessen" teil, das von einem lokalen Verein organisiert wurde. Sevgi und Kadir, die vor politischer Verfolgung in der Türkei geflohen sind, brachten selbstgemachten Börek mit, um ihn mit Fremden zu teilen. Die Veranstaltung sollte Neuankömmlinge mit langjährigen Hamburger Einwohnern zusammenbringen.

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Der Verein "Willkommensabendessen" existiert bereits seit Jahren und fördert Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Kulturen. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingshilfe im Jahr 2015 fanden wöchentlich bis zu 120 solche Treffen statt. Mittlerweile ist die Zahl auf etwa 20 bis 30 pro Jahr gesunken.

Laura Trager, eine der Vereinsmitglieder, richtete kürzlich ein Abendessen für vier Menschen aus, die sich zuvor noch nie begegnet waren. Sevgi und Kadir, die derzeit einen C1-Deutschkurs besuchen, hoffen, nach bestandener Prüfung in ihre Berufe zurückkehren zu können. Kadir, von Beruf Elektroingenieur, verließ mit seiner Familie die Türkei, um politischem Druck zu entgehen.

Trotz der Herausforderungen eines Neuanfangs haben sich ihre beiden Söhne gut in Hamburg eingelebt. Sie besuchen örtliche Schulen und fühlen sich in ihrer neuen Umgebung wohl. Doch die Familie kämpft noch mit einem großen Problem: der Suche nach einer festen Bleibe. Ihr größter Wunsch ist eine eigene Wohnung – doch bisher gestaltet sich die Suche schwierig.

Der Verein informiert seine Mitglieder jeden Freitag per E-Mail über Neuigkeiten und anstehende Veranstaltungen. Sein Ziel bleibt klar: Neuankömmlingen den Einstieg in die Gesellschaft zu erleichtern und Hamburgerinnen und Hamburgern die Möglichkeit zu geben, sich untereinander zu vernetzen.

Sevgi und Kadir arbeiten weiterhin daran, ihr Leben in Deutschland neu aufzubauen. Mit laufenden Sprachkursen und gut integrierten Kindern konzentriert sich die Familie nun auf den nächsten Schritt: ein stabiles Zuhause. Unterdessen bietet die Initiative "Willkommensabendessen" weiterhin Gelegenheiten für kulturellen Austausch in der Stadt.

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